Tottenham trennt sich vom Trainer, Newcastle dreht plötzlich auf und im Titelrennen rückt Manchester City wieder bedrohlich nahe an Arsenal heran. Die Premier League liefert Woche für Woche Hochspannung – sportlich wie strukturell.
Premier League zwischen Theater und Trainerbeben

Tottenham im Ausnahmezustand
Für Markus Babbel war nicht nur die Niederlage gegen Newcastle alarmierend – es war die Atmosphäre. „Das war eine gespenstische Ruhe im Stadion“, beschreibt er die Stimmung bei Tottenham. Leere Ränge, fehlende Energie, eine Mannschaft ohne klare Struktur. Wenige Tage später folgte die Konsequenz: Trainerwechsel.
We are pleased to confirm the appointment of Igor Tudor as Men’s Head Coach until the end of the season, subject to work permit.
— Tottenham Hotspur (@SpursOfficial) February 14, 2026
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Mit Igor Tudor übernimmt ein Coach, der für Disziplin und klare Ansagen steht. Für Babbel ein logischer Schritt, denn Tottenham droht in den Abstiegskampf abzurutschen. Der Anspruch des Klubs und die sportliche Realität klaffen weit auseinander. Das Trainerbeben ist Ausdruck einer tieferen Unruhe.
Newcastle: Von Bleifüßen zum Befreiungsschlag
Noch vor einer Woche wirkte Newcastle United blockiert. „Sie hatten Bleifüße“, analysiert Babbel mit Blick auf das Heimspiel gegen Brentford. Doch dann folgte die Kehrtwende: ein souveräner Sieg bei Tottenham und ein beeindruckendes 3:1 im FA Cup bei Aston Villa.
Eddie Howe beweist laut Babbel Führungsstärke. Die Mannschaft wirkt wieder frei im Kopf, strukturiert und zielstrebig. Besonders das Comeback nach Rückstand gegen Villa wertet er als Mentalitätsbeweis.
Woltemade trifft – Symbol für den Aufschwung
Ein emotionaler Moment der Woche: Nick Woltemade beendet ausgerechnet an seinem Geburtstag seine lange Torflaute. Für Babbel ist das mehr als nur eine Randnotiz. Solche Treffer lösen Blockaden. Gerade für Stürmer könne das ein Wendepunkt sein. In einer Phase mit hoher Belastung und engem Spielplan wird jede zusätzliche Option im Kader entscheidend.
Nick Woltemade scored against Aston Villa after going 15 games without scoring pic.twitter.com/3YDvl2JzaY
— ABIAS STRONG ⚽️🗣️ (@Abiasstrong433) February 15, 2026
Nottingham versinkt im Chaos
Während Newcastle Stabilität gewinnt, herrscht bei Nottingham Forest Dauerchaos. Der vierte Trainer in einer Saison ist ein deutliches Zeichen. Klubbesitzer Evangelos Marinakis gilt als impulsiv – Entscheidungen folgen schnell, Geduld ist selten.
Babbel sieht hier ein strukturelles Problem: Wenn Unruhe zur Konstante wird, fehlt die Basis für sportliche Entwicklung. Nottingham steht tief im Abstiegskampf – und wirkt intern zerrissen.
Titelrennen neu entfacht
Auch an der Tabellenspitze wird es enger. Arsenal kommt bei Brentford nicht über ein 1:1 hinaus. „Der Punkt kann Gold wert sein“, sagt Babbel – vor allem wegen Brentfords starker Form. Gleichzeitig rückt Manchester City mit einem souveränen 3:0 gegen Fulham bis auf vier Punkte heran.
Babbel warnt: „Man City kann bis zum Schluss alles gewinnen.“ Die Erfahrung, die Breite im Kader und die mentale Stabilität sprechen für die Skyblues. Arsenal steht unter Zugzwang. Und Babbel formuliert es klar: „Wenn Arteta mit dieser Mannschaft nicht Meister wird, bekommt er ein Problem.“
Crunch-Time beginnt
Februar und März gelten traditionell als Schlüsselphase. Verletzungen, englische Wochen, mentale Belastung – jetzt entscheidet sich, wer dem Druck standhält. Arsenal darf sich keine Schwäche erlauben. Manchester City lauert. Newcastle wittert Anschluss an die internationalen Plätze. Und im Tabellenkeller spitzt sich alles zu.








