Die elfmalige WM-Medaillengewinnerin verkündete dies vor den olympischen Biathlonrennen in Antholz. Trotz gesundheitlicher Probleme gibt sie nicht auf.
Deutschlands Biathlon-Star Franziska Preuß beendet nach dieser Saison ihre Karriere

Weltmeisterin Franziska Preuß beendet nach der laufenden Saison ihre herausragende Biathlon-Karriere. Deutschlands erfolgreichste Skijägerin der jüngeren Vergangenheit verkündete ihre Entscheidung bei einer virtuellen Medienrunde neun Tage vor dem Start der olympischen Biathlonrennen in Antholz. «Nach der Saison wird Schluss sein. Ich habe mir im Sommer Gedanken gemacht. Es hat sich die letzten Wochen so entwickelt, dass ich damit jetzt fein bin», sagte Preuß.
Die Olympischen Winterspiele in Italien markieren somit das Ende ihrer erfolgreichen Karriere. Ob sie danach noch an den drei Weltcups in Kontiolahti, Otepää und Oslo teilnehmen wird, hat die Wahl-Ruhpoldingerin nicht verraten.
Nicht mehr so leicht in den Flow zu kommen
Deutschlands Sportlerin des Jahres wird im Frauenteam nicht so schnell zu ersetzen sein. Die elfmalige WM-Medaillengewinnerin ist derzeit die erfahrenste Athletin im Team von Bundestrainer Kristian Mehringer. Schon 2013 feierte sie ihr Debüt im Weltcup, nachdem sie im Jahr zuvor vier Goldmedaillen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck gewonnen hatte.
Nachdem sie in der vergangenen Saison herausragend abgeschnitten hatte, kämpfte sie auch diesen Winter wieder mit gesundheitlichen Problemen. Aufgrund einer Corona- und Grippeinfektion musste sie Rennen auslassen. Bisher erreichte sie nur einen Podestplatz als Dritte im verkürzten Einzel von Nove Mesto.
«Ich tue mich nicht mehr so leicht, in diesen Flow zu kommen. Es ist gerade definitiv nicht die leichteste Phase. Ich gebe nicht auf. Ich werde jeden Tag das Beste geben, was geht. Das steht außer Frage», sagte Preuß.
WM-Titel mit zehn Jahren Abstand
Im vergangenen Winter absolvierte die Bayerin die beste Saison ihrer Karriere. Sie gewann nicht nur erstmals den Gesamtweltcup und erfüllte damit ihren größten sportlichen Traum, sondern krönte sich auch überlegen zur Verfolgungs-Weltmeisterin dank des besten Rennens ihres Lebens in Lenzerheide. Im Frühjahr 2025 gewann Preuß in der Schweiz sogar insgesamt vier Medaillen und war die herausragende deutsche Frau. Bereits zehn Jahre zuvor hatte sie in Kontiolahti, Finnland, mit der Staffel ihren ersten WM-Titel gefeiert und holte in jungen Jahren sensationell Silber im Massenstart.
Die Geschichte ihrer Karriere ist jedoch auch geprägt von zahlreichen gesundheitlichen Rückschlägen. Preuß verpasste immer wieder Saisonhöhepunkte zumindest teilweise aufgrund von Krankheit und mangelnder körperlicher Fitness. Weder bei Olympia 2022 noch bei den folgenden Weltmeisterschaften war sie in Bestform und dachte bereits früher ans Aufgeben.








