Preuß bleibt ohne Medaille, kämpft mit Materialproblemen und Bauchschmerzen, belegt Rang sieben.
Enttäuschung für Franziska Preuß im Massenstart bei Biathlon-WM
Biathletin Franziska Preuß hat bei den Weltmeisterschaften in Lenzerheide im Massenstart keine Medaille gewonnen. Obwohl die 30-Jährige nur einmal daneben schoss, konnte sie aufgrund von schwachem Material und Bauchschmerzen dieses Mal nicht mit den anderen mithalten. Daher reichte es für die 30-Jährige, die zuvor viermal Edelmetall gewonnen hatte, nur für den siebten Platz.
«Gerade die erste Runde, da hat der Ski geklebt. Es war einfach nur ein Kampf, es war so stumpf, es hat keinen Spaß gemacht», sagte die Verfolgungsweltmeisterin in der ARD. Preuß war enttäuscht: «Ich weiß, dass ich mehr kann. Aber es muss alles zusammenpassen, und heute haben ein paar Stellschrauben nicht zusammengepasst.»
Nach 12,5 Kilometern lag sie 36,1 Sekunden hinter der neuen Weltmeisterin Elvira Öberg. Die Schwedin (2 Fehler) überholte die Französin Océane Michelon (3) mit einem Vorsprung von 9,4 Sekunden und sicherte sich den Silberrang. Bronze ging vor 13.500 Zuschauern in der Roland Arena an Maren Kirkeeide aus Norwegen (3/+ 16,5 Sekunden).
Preuß trotzdem mit bester WM überhaupt
Dennoch waren die Wettkämpfe in der Schweiz bisher die besten für Preuß, der Gold in der Verfolgung, Silber im Sprint und jeweils Bronze in der Mixedstaffel und im Single-Mixed gewann. Am Samstag hatte sie jedoch überraschend Edelmetall mit der Frauenstaffel verfehlt, das Quartett landete nur auf dem fünften Platz.
Bis zum finalen Schießen hatte Preuß keine Fehler gemacht, während die Konkurrenz deutlich mehr Fehler machte. Doch dann schoss sie einmal vorbei und konnte auf der Schlussrunde nicht mehr aufholen.
Julia Tannheimer, 19 Jahre alt (3 Fehler) – die jüngste der 30 Starterinnen – belegte beim ersten Massenstart der Weltmeisterschaft den 15. Platz. Selina Grotian, 20 Jahre alt (6 Fehler), landete auf dem 26. Platz, direkt gefolgt von Sophia Schneider (6).