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RB Leipzig nutzt BVB-Patzer: 2:0 gegen Gladbach

RB Leipzig holt mit dem Sieg gegen Gladbach in der Tabelle weiter auf. Das Topspiel wurde von zwei Todesfällen in der Fanszene überschattet.

Leipzigs Xavi Simons (l) bejubelt sein Tor zum 1:0.
Foto: Robert Michael/dpa

RB Leipzig hat den Abstand zu den Champions-League-Plätzen wieder verkürzt. Durch ein 2:0 (1:0) zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach liegt der deutsche Pokalsieger nur noch einen Punkt hinter Rang vier der Fußball-Bundesliga. Zuvor hatte Dortmund in Wolfsburg nur 1:1 gespielt.

Xavi Simons brachte die Leipziger vor 44.822 Zuschauern in der 14. Minute in Führung, bevor Lois Openda in der 57. Minute erhöhte. Die Gladbacher konnten auch im achten Spiel in Leipzig keinen Sieg holen.

Die mit einem schwarzen Sondertrikot mit Flammen-Design und dem Schriftzug «Leipzig on fire» im Nacken auflaufenden Leipziger begannen stark: Nach 72 Sekunden hatte Yussuf Poulsen nach Steilpass von Dani Olmo die Führung auf dem Fuß, lupfte den Ball aus sechs Metern jedoch übers Tor. Marco Rose, der mit dem Sieg gegen den Ex-Club die 100-Punkte-Marke als RB-Trainer knackte, setzte diesmal im Sturm auf Poulsen statt Benjamin Sesko. Zudem brachte er im defensiven Mittelfeld Amadou Haidara.

Todesfälle in der Fanszene

Danach wurde es ungewöhnlich leise im Stadion. Die rund 3500 angereisten Gästefans hielten sich mit ihrem Support zurück, «da ein Mitglied der Fanszene bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist», gab die Borussia während der Partie auf der Plattform X (ehemals Twitter) bekannt. Die Leipziger waren dann kurz nach dem Anpfiff größtenteils ruhig, weil im Stadion eine Person reanimiert werden musste, wie RB ebenfalls auf X mitteilte. In der Halbzeitpause verkündete der Stadionsprecher dann die traurige Nachricht, dass «der Fan leider verstorben ist». So gab es während des Spiels nur phasenweise Szenenapplaus.

Die Spieler versuchten, sich auf das Sportliche zu konzentrieren. In der 13. Minute testete Dani Olmo mit einem Schuss aus 13 Metern Gästetorhüter Moritz Nicolas, der glänzend parierte. Kurz darauf war der Torwart machtlos. Xavi Simons nahm den Ball geschickt mit dem Oberschenkel an und traf in der 14. Minute aus 14 Metern mit seinem sechsten Saisontor zur Führung. Danach verhinderte erneut Nicolas das 2:0 für die Leipziger, als er einen Simons-Schuss (19.) aus zehn Metern hielt.

Klostermann verletzt ausgewechselt

Rose musste bereits nach 23 Minuten wechseln, da sich Lukas Klostermann eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen hatte. Mohamed Simakan ersetzte ihn. Auf der anderen Seite musste Gladbachs Trainer Gerardo Seoane vor dem Anpfiff bereits auf Alassane Plea (Knochenprellung) und Florian Neuhaus (muskuläre Probleme) verzichten. Die Borussen-Abwehr zeigte sich insgesamt stabil und ließ bis auf das Gegentor wenig zu. Nicolas konnte in Situationen wie gegen Openda (40.) retten, der jedoch im Abseits stand.

Nach der Halbzeit setzten die Gladbacher mit einem Kopfball von Jordan (52.) ein Achtungszeichen – der Ball verfehlte jedoch knapp das Ziel. Ansonsten war RB-Torhüter Peter Gulacsi kaum gefordert. Gladbach spielte zwar gut zusammen, aber bei den finalen Pässen oder Abschlüssen fehlte die Präzision.

Nicolas von Openda wurde auf der anderen Seite (57.) überlupft, nachdem er nach einem starken Schlager-Pass frei durchgestartet war. Obwohl der Linienrichter die Fahne hob, griff der Videoassistent korrigierend ein – das Tor, Opendas 16. in dieser Saison, zählte.

Nach etwa einer Stunde wechselte Rose Sesko für Poulsen ein und Nicolas Seiwald für Haidara. Auch Gladbach versuchte, mit Marvin Friedrich frische Impulse zu setzen. Sesko (73.) hatte dann die Chance auf das 3:0, aber der starke Nicolas war mit einer reflexartigen Fußabwehr zur Stelle.

dpa