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Bahnstreik legt Deutschland lahm – Fußball-Fans suchen nach Alternativen

Wie komme ich ans Ziel? Wie kann ich das Auswärtsspiel meiner Mannschaft trotzdem verfolgen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema.

An diesem Wochenende wird die An- und Abreise zu Fußballspielen schwierig.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Bahnstreik sorgt dafür, dass Deutschland stillsteht – und deshalb stellen sich nicht nur Millionen Arbeitnehmer, sondern auch unzählige Fußball-Fans an diesem Wochenende die Frage: Wie gelange ich an mein Ziel? Wie kann ich trotzdem das Auswärtsspiel meiner Mannschaft verfolgen? Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema:

Von wann bis wann wird gestreikt?

Die Deutsche Bahn ist seit Mittwoch bundesweit von einem Streik der Lokführergewerkschaft GDL betroffen. Gemäß dem Aufruf der Gewerkschaft sind sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr beeinträchtigt. Der Arbeitskampf soll erst am Montag um 18.00 Uhr enden. Das gesamte Fußball-Wochenende ist somit betroffen.

Die Fans welcher Mannschaft haben die größten Probleme?

Gemäß einer Sprecherin der Bahn nutzen normalerweise an jedem Wochenende etwa 100.000 Fans die Bahn, um zu den Spielen zu gelangen. Doch als hätte die DFL es geahnt, gibt es ausgerechnet an diesem Spieltag viele Derbys oder Spiele mit räumlicher Nähe beider Clubs in der ersten Liga. Zum Beispiel bei den Duellen Frankfurt gegen Mainz, Dortmund gegen Bochum, Leverkusen gegen Gladbach oder Augsburg gegen den FC Bayern. Doch auch im Nahverkehr gibt es Einschränkungen. Die S8 von Mainz nach Frankfurt fährt nur stündlich statt alle halbe Stunde. Aber auch Köln spielt in Wolfsburg (rund 400 Kilometer Entfernung zwischen den beiden Stadien), Leipzig in Stuttgart (468), Darmstadt in Berlin (592) oder Freiburg in Bremen (724).

Was bietet die Bahn an?

Das Unternehmen verweist auf einen «Notfahrplan, der etwa 20 Prozent des regulären Angebots umfasst. Im Fernverkehr seien «wo immer möglich besonders lange ICE» im Einsatz, um möglichst viele Menschen trotz des Streiks an ihr Ziel zu bringen. Der Fahrplan sei schon für den gesamten Streikzeitraum in die Auskunftssysteme eingepflegt. Der Notfahrplan ist über die Fahrplanauskunft auf «bahn.de» und im DB Navigator abrufbar. Grundsätzlich wird allen Fahrgästen geraten, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt noch einmal rückzuversichern, ob die geplante Verbindung tatsächlich fährt.

Welche Alternativen haben die Fans?

Bei den kurzen Strecken besteht viel Spielraum für Kreativität. Die Bochumer bieten Shuttlebusse nach Dortmund an, während die Gladbacher mit Hilfe eines privaten Unternehmens einen Sonderzug nach Leverkusen anbieten. Bei längeren Reisen sind die Möglichkeiten begrenzt. Die Darmstädter haben zum Beispiel den aktuellen Stand in Berlin verlinkt und informieren auch über Flugverbindungen zur Anreise in die Hauptstadt. Einige Vereine haben ihre Fans dazu aufgefordert, Fahrgemeinschaften zu bilden. Doch auch bei der Anreise mit dem Auto oder Fanbussen ist aufgrund erwarteter Staus mit Einschränkungen zu rechnen.

dpa