Immer Anfang März treffen sich die Regelhüter des Weltfußballs zu einer entscheidenden Sitzung. Diesmal geht es auch um das Thema Zeitstrafen. Hitzige Diskussionen werden folgen.
Reizthema Blaue Karte: Darum geht es beim Regel-Gipfel

Jürgen Klopp hat bereits seine Bedenken geäußert. Der erfolgreiche Trainer des FC Liverpool ist kein Befürworter der Blauen Karte.
Der deutsche Trainer wird trotz der Entscheidung, eine Testphase der neuen Sanktionsmöglichkeit im Profi-Fußball in Form einer Zeitstrafe zu starten, nicht aufgehalten werden können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Regelhüter des Weltfußballs vom International Football Association Board (Ifab) bei ihrer Jahrestagung am Samstag (10.00 Uhr) in Glasgow für einen Probelauf in bestimmten Wettbewerben stimmen werden.
Die Funktionäre besprechen diese und einige weitere Regelfragen.
Blaue Karte
Im Amateur-Fußball wurden Zeitstrafen teilweise wieder eingeführt. Es wird nun über eine Testsaison im englischen Pokalwettbewerb diskutiert, um die Eignung für den Profisport zu überprüfen. Die Blaue Karte soll für Vergehen gezeigt werden, die zwischen Gelber und Roter Karte liegen. Der Spieler muss dann für zehn Minuten abkühlen. Bei zwei Blauen Karten folgt jedoch ein Platzverweis. Im deutschen Fußball könnte die neue Karte frühestens im Jahr 2025 eingeführt werden.
Rudelbildung
Die Schiedsrichter sollen besser geschützt werden. Rudelbildungen sollen nicht mehr vorkommen. „Auf ein Signal des Referees hin dürfen sich in Zukunft nur noch die Kapitäne den Unparteiischen nähern und mit ihnen sprechen“, so der Plan.
Zeitspiel
Einige Torhüter spielen die Zeit mit dem Ball in der Hand extrem aus. In Zukunft soll schneller eingegriffen werden, jedoch nicht unbedingt mit einem indirekten Freistoß am Ort des Verstoßes. Das Ziel ist, dass der Schiedsrichter die verbleibende Restzeit durch ein Herunterzählen anzeigt. Dann ist für alle klar, wie lange es noch dauern kann, bis das Spiel fortgesetzt wird. Welche Strafe folgt, ist noch unklar.
Handspiel
Elfmeter und Rote Karte werden nur noch in Ausnahmefällen wie absichtlichen und rüden Fouls vergeben. Bei Handspielen soll es in Zukunft auch nur noch Gelbe Karten geben, sofern das Vergehen nicht grob absichtlich war. Ein Elfmeter sei bereits eine ausreichende Strafe, so die Regelhüter.
VAR
Die Testphase, in der Entscheidungen des Video-Schiedsrichters im Stadion kommuniziert werden sollen, soll verlängert werden. Details dazu werden in Glasgow bekannt gegeben.








