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RB Leipzig vor schwerer Aufgabe gegen Real Madrid

Die Leipziger stehen vor einem schwierigen Spiel gegen Real Madrid. Trotz Respekt und Mut bleibt der Erfolg fraglich.

Ein Weiterkommen in Madrid wäre für RB Leipzig eine große Überraschung.
Foto: Robert Michael/dpa

Für Titelsammler Carlo Ancelotti ist die Sache mit RB Leipzig noch längst nicht klar. «Wir müssen aufpassen im Rückspiel», mahnte der Erfolgstrainer von Real Madrid seine Stars vor der entscheidenden Achtelfinal-Partie am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN). Nach dem 1:0 im Hinspiel scheint ein Weiterkommen der Königlichen zwar nur noch Formsache, doch die Leipziger haben sich viel Respekt bei «Don Carlo» erarbeitet. «Einfach ein starker Gegner» sei der Bundesliga-Fünfte, sagte der 64-Jährige.

Die Leipziger Social-Media-Beauftragten brachten das schwierige Unterfangen beim spanischen Fußball-Rekordmeister indes auf eine einfache Formel: «Alles oder Nichts im Estadio Santiago Bernabéu». Für die Sachsen geht es nach dem frühen Aus als Cupverteidiger im DFB-Pokal und bei schon 21 Punkten Rückstand auf Liga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen um die letzte Titelchance der Saison.

Leipzig schöpft Zuversicht aus Vorjahressieg

Ein Erfolg in Madrid wäre eine Riesenüberraschung. Doch nach dem jüngsten 4:1 in Bochum sprechen sich die RB-Profis Mut zu. «So gewinnt man eklige Auswärtsspiele, so kann man auch in Madrid gewinnen», meinte Nationalspieler David Raum.

Der Außenseiter kennt seit dem 3:2-Heimsieg in der Gruppenphase des letzten Jahres die Methode, um Real zu schlagen. Auch im Bernabéu hatte sich RB in der vorherigen Saison gut geschlagen, bevor zwei Glanzmomente von Fede Valverde und Marco Asensio für das späte 2:0 sorgten. Selbst wenn das Team von Marco Rose mit Energie, Pressing und Geschlossenheit viel erreichen kann, ist Real wahrscheinlich individuell auf allen Positionen besser besetzt.

RB-Minimalziel in Gefahr

Falls die Europapokal-Reise nun in Madrid endet, bleibt den Leipzigern nur noch eine andere Mission in der Königsklasse. In der Bundesliga liegt RB derzeit einen Punkt hinter den viertplatzierten Dortmundern, die erneute Qualifikation für die Champions League hat für den Club höchste Priorität. Es wäre das siebte Mal in acht Spielzeiten. Doch auch das Erreichen dieses Minimalziels ist fraglich.

Die Anwesenheit auf der größten Fußballbühne Europas ist unerlässlich, um Stars wie Dani Olmo zu behalten. Auch der Niederländer Xavi Simons, der gemeinsam mit dem Spanier Olmo in der Trainingsakademie La Masia des FC Barcelona ausgebildet wurde, weckt Begehrlichkeiten anderer Topclubs.

Real-Star Bellingham mit Wut im Bauch

Der 20-jährige Simons ist mit 15 Torschüssen und 15 Torvorlagen in diesen Kategorien der drittbeste Spieler der Champions League. Besser als die Leihgabe von Paris Saint-Germain waren in dieser Spielzeit bislang nur Johan Bakayoko (21/16) von der PSV Eindhoven und Real-Star Jude Bellingham (16/15). Der englische Nationalspieler fehlte im Hinspiel wegen einer Knöchelverletzung und ist nun zurück im Real-Kader.

«Ich liebe ihn», hatte Rose zuletzt über seinen ehemaligen Profi aus gemeinsamen Dortmunder Zeiten geschwärmt. Bellingham dürfte mit Wut im Bauch auflaufen. Am Sonntagabend wurde ihm sein vermeintlicher 3:2-Treffer in der Nachspielzeit beim FC Valencia aberkannt, weil der Schiedsrichter während der Flanke abgepfiffen hatte. Wegen Meckerns sah Bellingham zudem noch die Rote Karte.

Neben dem 20-Jährigen wird auch Nationalmannschaftsrückkehrer Toni Kroos im Mittelpunkt stehen. Während sein DFB-Comeback im Hinspiel noch ungewiss war, ist das Geheimnis nun gelüftet. Seine Rolle im Mittelfeld als Real-Taktgeber soll von Xaver Schlager gestoppt werden, der nach seiner Gelbsperre in Bochum wieder einsatzbereit ist.

dpa