Rick Zabel äußerte im „Kölner Treff“ seine Beobachtungen zum anhaltenden Boom des Radfahrens seit Corona und die damit verbundene Wut mancher Autofahrer auf Radfahrer. Er betonte, dass die Begeisterung für den Radsport weiterhin wächst und die Radfahrer zunehmend die Straßen erobern.
Rick Zabel im Gespräch über den Radfahr-Boom und seinen Karriereabschluss

Rick Zabel war im „Kölner Treff“ zu Gast und diskutierte über den anhaltenden Trend des Radfahrens sowie seinen Rückzug aus dem Profisport. Zusammen mit Radrennkollege Jan Ullrich sprach er über die zunehmende Beliebtheit des Rennradfahrens, die seit der Corona-Pandemie zu beobachten ist.
Radfahrer und die öffentliche Wahrnehmung
Moderator Micky Beisenherz stellte zu Beginn der Sendung die provokante Frage, ob Radfahrer als „Heuschrecken der Straße“ wahrgenommen werden. Zabel reagierte humorvoll und bestätigte, dass er in Mallorca den Eindruck gewonnen habe, dass viele Autofahrer eine „gewisse Wut“ auf Radfahrer hegen. Diese Diskussion wird auch durch aktuelle Debatten am Gardasee verstärkt, wo ein Bürgermeister ein Verbot für Radfahrer in Erwägung zieht, um den zunehmenden Fahrradverkehr zu regulieren.
Der ungebrochene Radfahr-Boom
Laut Zabel ist die Begeisterung für das Rennradfahren ungebrochen. Er äußerte, dass er seit fünf Jahren denke, der Boom müsse irgendwann enden, doch die Zahl der Radfahrer wachse weiter. Sowohl am Gardasee als auch auf Mallorca seien die Radfahrer auf den beliebten Strecken präsent. Ullrich ergänzte, dass die Hobby-Rennradfahrer sich zunehmend professionalisieren, indem sie ihre Leistungen tracken und hochwertige Fahrräder nutzen.
Ein persönlicher Blick auf den Sport
Die Popularität des Radsports hat sich während der Pandemie verstärkt, was auch der Kölner Comedian Jerry Vsan bestätigte. Er berichtete von einem Mitbewohner, der während der Corona-Zeit das Radfahren für sich entdeckte und sogar eine Rolle für das Indoor-Training anschaffte, was für Vsan eine gewisse Belastung darstellte. Zabel zeigte Verständnis für diese Situation.
Der Weg zum Profi-Sport
Zabel verglich seinen Aufstieg im Radsport mit einem Videospiel, in dem er kontinuierlich „Level für Level“ aufstieg. Er erkannte früh, dass er Talent hatte, was ihn dazu brachte, seine schulische Laufbahn abzubrechen, um sich voll und ganz dem Radsport zu widmen. Seine Familie unterstützte ihn dabei, stellte ihn jedoch auch vor Herausforderungen, wie etwa sein Großvater, der seine Reifen mit Essig behandelte, um den Grip zu verbessern.
Der Abschied vom Profisport
Vor zwei Jahren beendete Zabel seine Karriere als Radrennfahrer. Im „Kölner Treff“ beschrieb er diesen Schritt als emotionalen Abschluss. Er stellte sein Rad zunächst in den Keller, um Abstand zu gewinnen, und widmete sich anderen Lebensbereichen. In der Folge nahm er an Gewicht zu, da er weniger auf seine Ernährung achtete. In diesem Jahr fand er jedoch seine Leidenschaft für den Radsport wieder, allerdings mit einem anderen Ansatz: weniger wettbewerbsorientiert und mehr als Genuss. Er achtet nicht mehr auf seine Leistungsdaten.
Familienleben und Sport
Inzwischen ist Zabel dreifacher Familienvater. Er bemerkte bei seinem ältesten Sohn Oskar erste Anzeichen sportlicher Begabung, während sein anderer Sohn eher an Süßigkeiten und Fernsehen interessiert ist.
Quellen: t-online
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Bildquelle: depositphotos








