Mit dem 0:1 gegen Stuttgart verliert Dortmund den 5. Platz und muss um Champions League-Qualifikation bangen. Damit wenig Mut für Viertelfinal-Hinspiel.
Auswärtscoup in München, Heimschlappe gegen Stuttgart – BVB verliert gegen VfB und rutscht in Tabelle ab

In Dortmund ist die Ernüchterung zurückgekehrt, nachdem sie letzte Woche einen „Statement-Sieg“ gegen den FC Bayern errungen haben, mit einem Auswärtscoup in München und einer Heimschlappe gegen Stuttgart.
Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic musste mit dem 0:1 (0:0) die dritte Niederlage gegen den VfB in dieser Saison hinnehmen und erlitt einen schweren Rückschlag im Kampf um die Champions League-Qualifikation.
Nachdem Serhou Guirassy (64.) das Gegentor erzielt hatte, rutschte der BVB vor 81.365 Zuschauern auf den fünften Platz ab. Das stimmt wenig optimistisch für das Viertelfinal-Hinspiel in der europäischen Königsklasse am Mittwoch gegen Atlético Madrid.
Die Gäste machten einen weiteren großen Schritt in Richtung Champions League. Der Vorsprung des Tabellendritten auf den Fünften beträgt bereits sieben Punkte, nicht zuletzt dank des fünften Bundesliga-Auswärtssieges in Serie (Vereinsrekord). Die Schwaben zogen punktemäßig mit dem FC Bayern gleich.
Dortmund-Fans feiern Stadion-Jubiläum
Vor dem Anpfiff war die Stimmung großartig. Die Fans feierten das 50-jährige Jubiläum des Dortmunder Stadions mit einer beeindruckenden Choreografie im Stadion, einem Auftritt der Dortmunder Philharmoniker und vielen anderen Aktionen. Auf dem Rasen war zunächst nichts Vergleichbares zu sehen. Beide Mannschaften zeigten viel Respekt und vermieden Risiken. Nur bei einem Fernschuss von BVB-Kapitän Emre Can, den VfB-Keeper Alexander Nübel parierte, war Torgefahr erkennbar (14.).
Verglichen mit den beiden bisherigen schwachen Auftritten in dieser Saison gegen den VfB, war der BVB dieses Mal jedoch deutlich aktiver. Dennoch fehlte es lange Zeit an kreativen Ideen, um die stabile Abwehr aus Stuttgart zu überwinden. Fast hätte die abwartende Taktik der Gäste schon früh belohnt werden können: Nach einer Flanke von Chris Führig war Torjäger Guirassy mit dem Kopf dem 1:0 nahe, traf den Ball jedoch nicht richtig (25.).
Die größte Chance bot sich den Dortmundern, als Mats Hummels den schnellen Karim Adeyemi bediente (31.). Allerdings scheiterte der formverbesserte Angreifer freistehend an Nübel.
Die Zuschauer sahen bis zur Halbzeit jedoch kein rassiges Spitzenspiel mit vielen Torraumszenen. Das Duell der Tabellennachbarn war geprägt von Taktik und Kampf, weniger von spielerischer Finesse.
Schlotterbeck vergibt Ausgleichschance
Auch nach dem Wiederanpfiff dominierte die Zurückhaltung. Der BVB erhöhte zwar den Druck auf das gegnerische Tor, fand aber trotz aller Bemühungen keine Lücke. Beide Teams schienen immer mehr auf den spielentscheidenden Fehler des anderen zu warten.
Für den VfB zahlte sich diese Vorgehensweise zumindest aus. Ein Fehlpass von Can wurde vom Team von Trainer Sebastian Hoeneß genutzt, um einen mustergültigen Konter zu starten und die bis dahin stabile BVB-Abwehr geschickt zu überwinden. Wieder einmal bewies Torjäger Guirassy seine Klasse, als er nach einer flachen Hereingabe von Jamie Leweling eiskalt abschloss. Mit seinem 24. Saisontor erreichte Guirassy den bisherigen VfB-Rekord von Mario Gomez aus der Saison 2008/2009.
Der Rückstand hatte Auswirkungen auf die Dortmunder. Sie versuchten mit wütenden Angriffen, das Spiel noch umzudrehen. Dies hätte auch gelingen können, wenn nicht Nico Schlotterbeck den Ball aus drei Metern über das Tor geschossen hätte (80.).








