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Sieg bei Union: BVB und Terzic verschaffen sich etwas Luft

Der Druck auf Trainer Terzic ist groß beim BVB. In Berlin zeigen die Dortmunder bekannte Schwächen, schlagen aber effizient zu.

Karim Adeyemi sorgte für den ersten Dortmunder Treffer beim Auswärtserfolg in Berlin.
Foto: Andreas Gora/dpa

Borussia Dortmund und Trainer Edin Terzic haben trotz einer turbulenten Woche dem Druck standgehalten und einen bedeutenden Sieg im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League errungen. Der BVB siegte mit 2:0 (1:0) gegen Union Berlin. Somit liegen die Dortmunder weiterhin vor RB Leipzig auf dem vierten Platz, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt.

Der Vizemeister gewann im Wesentlichen durch eine kurze Drangphase vor der Halbzeit. Ansonsten traten viele Probleme der letzten Wochen auf. Vor 22.012 Zuschauern brachte Karim Adeyemi die Gäste in Führung (41. Minute). Ian Maatsen sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung (90.).

Trotz zahlreicher Debatten über schwache Leistungen bleibt das 2:3 gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende die einzige Niederlage der Borussen in diesem Jahr. Am kommenden Samstag reist der BVB nach Bremen (18.30 Uhr/Sky).

Es war die erste Heimniederlage für Union unter Trainer Nenad Bjelica, der im vergangenen Herbst verpflichtet wurde. Die Berliner konnten nur einen Punkt aus zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen holen und verpassten es, sich im Abstiegskampf besser zu positionieren. Union wird am Freitag gegen den Königsklassen-Kandidaten VfB Stuttgart antreten (20.30 Uhr/DAZN).

Nach den ernüchternden Auftritten der vorigen Wochen stand Terzic beim BVB mal wieder gehörig unter Druck. Einige Medien machten schon ein «Endspiel» für ihn aus. Adeyemi stand erstmals seit November in der Liga wieder in der Startelf. Marco Reus saß nach zwei Vorlagen gegen Hoffenheim nur auf der Bank.

Die Dortmunder mussten ohne Donyell Malen auskommen, ihrem gefährlichsten Mann der letzten Wochen, der gelbgesperrt war. Ebenso fehlte Unions bester Torschütze Robin Gosens aus dem gleichen Grund. Er wurde in der Verteidigung durch Jérôme Roussillon ersetzt.

Bereits in der ersten Minute wurde das Spiel für einige Minuten unterbrochen, da dichte Rauchschwaden aus dem BVB-Block aufstiegen. Danach hatten die Gäste mehr Ballbesitz, machten jedoch erneut leichtfertige Ballverluste, wenn der Gegner Druck ausübte. Lucas Tousart schoss nach einer Hacken-Vorlage von Kevin Volland knapp links am Tor vorbei (6.).

Die Berliner Mannschaft war eindeutig wacher. Sie konnten fast alle zweiten Bälle gewinnen und erzielten regelmäßig Ballgewinne im Spielaufbau der Borussia. Allerdings fand das letzte Abspiel zu selten den richtigen Abnehmer.

Der BVB konnte anfangs der Aggressivität wenig entgegensetzen, verbesserte sich jedoch gegen Ende der ersten Halbzeit. Nach einer Ecke scheiterte Nico Schlotterbeck aus bester Position an Torwart Frederik Rönnow (35.).

Dann entkamen die Schwarz-Gelben einmal gut dem Berliner Pressing. Die ungeordnete Union-Defensive konnte Adeyemi nicht im Zweikampf stoppen. Sein Schlenzer landete unter der Latte im Tor. Niclas Füllkrug gelang mit seinem Pass in seinen ersten 22 Bundesligaspielen für Dortmund die 19. direkte Torbeteiligung. Seit 2004/2005 haben laut dem Datendienstleister Opta nur Erling Haaland (27) und Reus genauso viele geschafft.

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Berliner, die die Führung übernahmen. Ein energisches Eingreifen von BVB-Torhüter Alexander Meyer war nötig, um nach einem Durcheinander im Strafraum den Ausgleich durch Volland zu verhindern (52.).

Aber wie bereits in der ersten Halbzeit fehlte es oft an Präzision für gefährliche Abschlüsse. Kurz vor Schluss war Meyer erneut gegen den eingewechselten Yorbe Vertessen zur Stelle (86.). Nach einem Ballgewinn gegen aufgerückte Berliner lief Maatsen alleine auf das Tor zu und ließ Rönnow keine Chance.

dpa