Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Deutschlands Handballerinnen auf Kurs nach Olympia

Das DHB-Team gewann gegen Slowenien und hat beste Chancen auf die erste Olympia-Teilnahme seit Peking 2008.

Die DHB-Frauen feierten einen erfolgreichen Auftakt in die Olympia-Qualifikation.
Foto: Tom Weller/dpa

Deutschlands Handballerinnen haben mit einer überzeugenden Leistung den Weg nach Olympia eingeschlagen. Das Team unter der Leitung von Bundestrainer Markus Gaugisch gewann das Eröffnungsspiel des Qualifikationsturniers in Neu-Ulm gegen Slowenien mit 31:25 (17:14) und hat nun gute Aussichten auf die erste Teilnahme an den Olympischen Spielen seit Peking 2008.

Die Rückraumspielerin Julia Maidhof war vor 4026 Zuschauern die beste deutsche Werferin mit neun Toren. Am Samstag trifft die DHB-Auswahl auf den EM-Dritten Montenegro und am Sonntag auf den Außenseiter Paraguay. Um sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, muss das deutsche Team mindestens Zweiter im Turnier werden.

Bereits vor dem Anpfiff gab es eine erfreuliche Nachricht für die DHB-Auswahl. Co-Kapitänin Alina Grijseels meldete sich nur eine Woche nach ihrer im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine erlittenen Sprunggelenkverletzung rechtzeitig fit. Die Legionärin aus Frankreich musste auch gleich zu Beginn des temporeichen Spiels eingreifen, da die Rückraumspielerinnen Emily Bölk und Xenia Smits frühzeitig Zeitstrafen erhielten.

Das deutsche Team begann stark und führte nach etwa zehn Minuten mit 6:3, was das erste Mal war, dass sie mit drei Toren führten. Einige Unachtsamkeiten ermöglichten den Sloweninnen jedoch innerhalb weniger Minuten den Ausgleich.

Torhüterin Filter glänzt mit zahlreichen Paraden

Der sechstplatzierte der Weltmeisterschaft ließ sich jedoch nicht davon beeindrucken und setzte seine Angriffe weiterhin zielstrebig fort. Das Ergebnis war eine erneute Drei-Tore-Führung (11:8), die vier Minuten vor der Pause sogar auf fünf Treffer ausgebaut wurde. Torfrau Katharina Filter hatte einen großen Anteil daran, da sie dem deutschen Team mit zahlreichen Paraden die notwendige Sicherheit gab.

Nach dem Wechsel starteten beide Teams nervös und machten viele Fehler. Daher blieb der Vorsprung der Gastgeberinnen konstant bei drei bis vier Toren. Neben Maidhof zeigte besonders Linksaußen Johanna Stockschläder im Angriff eine starke Leistung, indem sie nach einem anfänglichen Fehlversuch alle ihre Würfe im Tor versenkte.

In der Endphase legte das deutsche Team noch einmal zu und erzielte Tor um Tor. Filter war weiterhin ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten, während die Angriffe vorne meist konzentriert abgeschlossen wurden. Der Sieg gegen die Sloweninnen war zu keiner Zeit gefährdet. Mit einem weiteren Sieg gegen Montenegro kann die DHB-Auswahl bereits am Samstag den Trip zu den Sommerspielen perfekt machen.

dpa