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Bayern München verteidigt erfolgreich den Pokal der Basketball-Bundesliga

Die Münchner setzen sich im Endspiel gegen ratiopharm Ulm durch und holen den ersten Titel der Saison. Der Topfavorit zeigt Nervenstärke und dreht das Spiel nach anfänglichen Schwierigkeiten.

Serge Ibaka (2.v.r) und die Bayern gewannen das Pokalfinale gegen Ulm.
Foto: Daniel Löb/dpa

Der Topfavorit Bayern München hat den Pokal der Basketball-Bundesliga gewonnen und somit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Im Endspiel im heimischen BMW Park setzte sich der Tabellenführer gegen den deutschen Meister ratiopharm Ulm mit 81:65 (35:28) durch und sicherte sich somit den ersten Titel der Saison.

Unter den 6500 Zuschauern, darunter Weltmeister-Kapitän Dennis Schröder, war Sylvain Francisco mit 17 Punkten der Topscorer für die Münchner.

Im Halbfinale hatten die Bayern am Vortag die Bamberg Baskets leicht und locker mit 81:62 (48:32) besiegt. Ulm hatte im zweiten Halbfinale deutlich mehr kämpfen müssen, um Alba Berlin mit 87:79 (42:40) niederzuringen.

«Ich bin hierhergekommen, um guten Basketball zu sehen. Das Niveau im deutschen Basketball ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen», sagte Schröder in der Halbzeit im BR-Fernsehen. Der NBA-Profi nutzte die Allstar-Pause in den USA für einen Besuch in der Heimat.

Ulm startet furios

Und Schröder bekam im Finale guten Basketball zu sehen. Die Ulmer starteten furios. Der Meister zog schnell auf 8:1 davon und ließ die Bayern mit aggressiver Defensive kaum zur Entfaltung kommen. Ulms Coach Anton Gavel hatte die Favoritenrolle vor der Partie klar den Münchnern zugeschoben. «Kein Team hat es in den letzten zwölf Ligaspielen geschafft, München zu schlagen. Es wird also ein Kampf und den müssen wir annehmen», hatte Gavel gesagt.

Und von Beginn an griffen seine Spieler den Kampf auf. Unter der Führung des starken L.J. Figueroa entschieden die Ulmer die ersten zehn Minuten mit 19:8 für sich. Bayerns Star-Trainer Pablo Laso schien angesichts der starken Leistung der Ulmer etwas ratlos an der Seitenlinie.

Bayern ab dem zweiten Viertel stärker

Aber während der Viertelpause schien der Spanier die passenden Worte gefunden zu haben. Denn die Bayern steigerten sich nun deutlich, insbesondere Point Guard Sylvain Francisco legte nun los. Ulm blieb vier Minuten lang ohne eigenen Punkt, und Vladimir Lucic brachte die Bayern beim Stand von 20:18 erstmals in Führung.

Zur Pause hatten die Münchner die Partie endgültig gedreht und lagen mit sieben Punkten vorn (35:28). «Wir haben nervös begonnen, im zweiten Viertel aber endlich die nötige Aggressivität gezeigt», sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer, der das Basketball-Top-Four einer Reise zum Spiel der Fußballer in Bochum vorgezogen hatte.

Nach der Halbzeitpause zogen die Bayern erstmals mit einem zweistelligen Vorsprung davon (39:28), aber Ulm gab nicht auf und kam wieder auf vier Punkte heran (46:42). Dann zeigte Weltmeister Andreas Obst Präsenz und legte mit zwei Dreipunktwürfen den Grundstein für den endgültigen Sieg der Gastgeber. Im letzten Viertel bauten die Bayern ihren Vorsprung kontinuierlich aus – der Rest war roter und weißer Jubel.

dpa