Sinner siegt souverän und spart wichtige Kräfte für Viertelfinale. Djokovic erreicht kampflos das Viertelfinale.
Hitze-Schock überwunden: Sinner gewinnt Achtelfinale bei den Australian Open

Nach dem Hitze-Schock in der vorherigen Runde hat Titelverteidiger Jannik Sinner sein Achtelfinale im Energiesparmodus gewonnen und bei den Australian Open den 18. Sieg in Folge gefeiert. Der Melbourne-Champion von 2024 und 2025 besiegte seinen Landsmann Luciano Darderi problemlos mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) und konnte auf dem Weg ins Viertelfinale wichtige Kräfte sparen.
Sinner benötigte nur 2:09 Stunden für seinen Erfolg. Zwei Tage zuvor hatte er in der dritten Runde gegen den Amerikaner Eliot Spizzirri bei großer Hitze noch mit Krämpfen am ganzen Körper zu kämpfen gehabt. Wohl nur, weil wegen der speziellen Hitzeregelung zu Beginn des dritten Satzes das Dach über der Rod Laver Arena geschlossen worden war, entging Sinner einem frühen Aus beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison.
Sinner gut erholt
«Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen durch bin», sagte Sinner nach seinem ungefährdeten Erfolg in der Margaret Court Arena. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad war es zwar erneut heiß in Melbourne. Als Sinner und Darderi gegen 18.00 Uhr Ortszeit die Arena betraten, lag der Platz aber schon im Schatten. Dem bei hohen Temperaturen stets leidenden Sinner blieb damit eine weitere Hitzeschlacht erspart.
«Heute habe ich mich gut gefühlt», sagte der Weltranglisten-Zweite, der den Tag zwischen den Spielen ausschließlich zur Erholung genutzt hatte. «Ich habe am Tag zuvor nur eine halbe Stunde Tennis gespielt. Ansonsten habe ich es ruhig angehen lassen.»
Djokovic hat frei
Novak Djokovic verbrachte den Tag noch entspannter. Sein Gegner Jakub Mensik aus Tschechien trat wegen einer Bauchmuskelverletzung nicht zum Achtelfinale an, so dass der Rekord-Grand-Slam-Champion kampflos das Viertelfinale erreichte. Dort wird er am Mittwoch auf den Italiener Lorenzo Musetti treffen. Der Weltranglisten-Fünfte besiegte überraschend deutlich den Amerikaner Taylor Fritz mit 6:2, 7:5, 6:4.
Der freie Tag kam Djokovic im Alter von 38 Jahren sehr gelegen. Der Serbe trainierte am frühen Abend vor zahlreichen Zuschauern auf dem schattigen Court 16. Danach schrieb er ein paar Autogramme und begab sich wieder ins Hotel.
Djokovic und Sinner könnten im Halbfinale aufeinandertreffen. War der freie Tag für den Serben ein Vorteil? «Das glaube ich nicht», sagte Sinner. «Außerdem müssen wir beide zunächst zwei schwere Viertelfinals überstehen.»
Sinner hat es eilig
Sinner spielte gegen Darderi ähnlich souverän wie in den beiden Runden vor seinem Hitze-Kollaps gegen Spizzirri. Der 24-Jährige holte sich die ersten beiden Sätze im Schnelldurchgang. Erst im dritten Abschnitt wurde es für den Titelverteidiger etwas schwieriger. Bei 5:4 vergab Sinner zwei Matchbälle, Darderi zwang ihn in den Tiebreak. Hier zeigte Sinner jedoch erneut souveränes Spiel und verhinderte einen vierten Satz.
Sinner wird am Mittwoch gegen den Amerikaner Ben Shelton oder den Norweger Casper Ruud spielen, um ins Halbfinale einzuziehen. Der Italiener wird erleichtert sein, dass er nicht am Dienstag spielen muss, da in Melbourne wieder Temperaturen von weit über 40 Grad erwartet werden.








