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So führt ein enttäuschendes Derby zum Aus für Trainer Kwasniok beim 1. FC Köln.

Nach einem Remis im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach trennt sich der 1. FC Köln von Trainer Lukas Kwasniok. Der Verein reagiert damit auf eine anhaltende Negativserie und übergibt das Ruder vorübergehend an Co-Trainer René Wagner.

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Remis im Derby war zu wenig: 1. FC Köln wirft Trainer Kwasniok raus
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Ein hart erkämpfter Punkt im Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach reicht nicht aus: Trainer Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln, den er erst zu Beginn der Saison übernommen hatte, seinen Platz räumen.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat auf die anhaltende sportliche Negativentwicklung reagiert und sich am Tag nach dem 3:3 (2:2) im Rheinderby von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der bisherige Co-Trainer René Wagner wird vorerst die Verantwortung übernehmen.

Der Aufsteiger Köln war nach einem vielversprechenden Saisonstart in der Bundesliga zunehmend in den Tabellenkeller abgerutscht. In den letzten sieben Spielen gab es keinen einzigen Sieg, insgesamt holte der Aufsteiger nur zwei Siege aus den letzten 18 Partien. Der achte Abstieg in der Vereinsgeschichte droht.

Am Sonntagvormittag fanden Beratungen zur Zukunft von Kwasniok statt. Der Trainer erschien gegen 11 Uhr am Vereinsgelände und verließ dieses nach 20 Minuten wieder. „Passiert hier heute nicht mehr so viel. Ich genieße jetzt die Sonne“, rief der 44-Jährige einigen Fans zu.

Sportliche Negativserie und Trainerwechsel

Der 1. FC Köln hat auf die anhaltende sportliche Negativserie reagiert und sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der Verein sieht sich in einer kritischen Lage und hat die Entscheidung getroffen, für die verbleibende Saison einen neuen Impuls auf der Trainerposition zu setzen. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler erklärte: „Lukas’ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten. Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement auf die Spiele vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität.“

Kessler hatte bereits nach dem Abpfiff am Samstagnachmittag betont, dass man die Situation sachlich und rational analysieren müsse. „Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartungen waren klar auf drei Punkte ausgerichtet“, sagte Kessler bei Sky.

Kwasnioks Amtszeit und die Herausforderungen

Kwasniok hatte im Sommer nach vier Jahren beim SC Paderborn die Trainerposition in Köln übernommen und einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, den „Tanker“ 1. FC Köln in „ruhige Gewässer“ zu führen, wie er bei seiner Antritts-Pressekonferenz erklärte. Nach dem wegweisenden Duell mit dem Erzrivalen Gladbach zog der Verein nun die Reißleine. Unter Kwasniok konnte das Team nur zwei von 18 Spielen gewinnen, und der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte bei sieben verbleibenden Spielen.

„Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartungen waren klar drei Punkte“, sagte Kessler.

Die Entscheidung, Kwasniok zu entlassen, wurde von den Verantwortlichen des Vereins als notwendig erachtet, um die Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison zu stabilisieren und neue Impulse zu setzen.

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TS