Armand Duplantis beeindruckt mit einer durchdachten Strategie im Stabhochsprung, die ihm nicht nur Weltrekorde, sondern auch ein beträchtliches Vermögen sichert. Sein jüngster Rekord von 6,31 Metern zeigt, dass er mehr gegen sich selbst als gegen die Konkurrenz kämpft.
So wird Mondo Duplantis durch clevere Technik zum Überflieger in der Sportwelt.

Der Stabhochspringer Armand Duplantis gilt als der herausragendste Athlet in seiner Disziplin. Doch was macht ihn so überlegen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern? Wie hoch kann er tatsächlich springen? Und welche Bedeutung haben seine zahlreichen Weltrekorde?
In der jüngsten Vergangenheit sorgte Duplantis bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun, Polen, für Aufsehen, als er nur mit einem Vorsprung von 20 Zentimetern gewann. Mit einer Höhe von 6,25 Metern setzte er sich gegen den Zweitplatzierten Emmanouil Karalis durch, der 6,05 Meter erreichte. Für Duplantis, der eine Woche zuvor mit 6,31 Metern einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, war dieser Sieg fast enttäuschend.
Weltrekorde bringen finanzielle Vorteile
Duplantis verfolgt eine ausgeklügelte Strategie, um seine Rekorde zu verbessern – Zentimeter für Zentimeter. Für jeden neuen Weltrekord erhält er vom Leichtathletik-Weltverband eine Prämie von 100.000 Euro. Dies wirft Fragen auf, ob seine Rekordjagd nicht auch finanzielle Motive hat.
Sein Geschäftsmodell floriert dank Sponsorenverträgen, Preisgeldern und speziellen Boni von Veranstaltern. Laut Schätzungen wird sein Vermögen bis 2025 auf etwa 4,5 Millionen Euro anwachsen.
Der Wettkampf gegen sich selbst
Duplantis hat sich in den letzten Jahren als dominierende Figur im Stabhochsprung etabliert. Er hat keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr, da seine letzte Niederlage bei einer Meisterschaft fast sieben Jahre zurückliegt. Stattdessen kämpft er gegen die Schwerkraft und vor allem gegen sich selbst. Der deutsche Stabhochsprung-Bundestrainer Michael Kühnke äußerte sich beeindruckt:
„Mir fehlen die Superlative, das ist unglaublich.“
Wie hoch kann Duplantis noch springen?
Eine zentrale Frage bleibt: Wie hoch kann Duplantis tatsächlich springen? Sein Vater Greg hat eine klare Vorstellung:
„Das klingt vielleicht verrückt, aber ich glaube, er kann 6,40 Meter erreichen. Wenn nicht sogar 6,50 Meter!“
Die Zeit spielt für Duplantis, der erst 26 Jahre alt ist. Laut Greg erreichen Stabhochspringer ihren Höhepunkt normalerweise zwischen Ende 20 und Anfang 30.
Ein Wunderkind auf dem Weg zur Dominanz
Armand Duplantis, Sohn der schwedischen Siebenkämpferin Helena und des ehemaligen Stabhochspringers Greg, wuchs in Louisiana auf und startet heute für Schweden. Schon früh wurde er als Wunderkind wahrgenommen, das angeblich im Wohnzimmer mit einem Besenstiel über das Sofa sprang. Er studierte Videos von Stabhochsprung-Legenden wie Sergej Bubka und Renaud Lavillenie und brach als Junior zahlreiche Rekorde.
Im Jahr 2020 übertraf er Lavillenie und stellte mit 6,16 Metern einen neuen Weltrekord auf. Seitdem ist seine Dominanz im Stabhochsprung unbestreitbar. Bei den Olympischen Spielen 2024 sprang er erst bei 5,70 Metern ein und übersprang dann mit 6,25 Metern die Konkurrenz.
Die Faszination des Stabhochsprungs
Duplantis ist nicht nur ein herausragender Athlet, sondern auch ein charismatischer Sportler, der das Publikum begeistert. Seine Auftritte im Stadion sind spektakulär und erinnern an eine Mischung aus Sport und Kunst. Der Stabhochsprung vereint Sprint, Weitsprung und akrobatische Elemente, was ihn zu einer der faszinierendsten Disziplinen im Leichtathletik macht.
Sein Vater Greg erklärt:
„Wir arbeiten daran, dass die Effizienz beim Abstoßen am höchsten Punkt besser wird. Damit er höher über seinem Griff am Stab springen kann, als er es bisher tut.“
Die Wissenschaft hinter den Stäben
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Stabhochsprung ist das Material des Stabs. Experten wie der ehemalige Weltmeister Rens Blom betonen, dass die richtige Auswahl des Stabs entscheidend ist.
„Ich denke, das Material, das er jetzt hat, wird ihm noch fünf bis sechs Zentimeter bringen. Für 6,40 Meter braucht er super Bedingungen mit Wärme und schönem Rückenwind – und der X-Faktor Mondo bringt ihm die letzten Zentimeter.“
Die Herausforderung bleibt
Duplantis ist sich der Herausforderungen bewusst, die vor ihm liegen.
„Ich liebe die Herausforderung, das hört niemals auf. Es wird einfach immer schwieriger.“
Die Frage bleibt, wie weit er seine Grenzen noch verschieben kann und ob er die magischen 6,50 Meter erreichen wird.
Bildquelle: Frankie Fouganthin via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








