Auch wenn es nur 30 Minuten waren: Thomas Müller kann bei seinem ersten Einsatz für die Vancouver Whitecaps überzeugen und wird bejubelt. Der Schiedsrichter verhindert ein noch erfolgreicheres Debüt.
Spätes Gegentor verdirbt Müller-Debüt: Vancouver nur 1:1
Die Premiere von Ex-Fußballnationalspieler Thomas Müller für die Vancouver Whitecaps wurde durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verdorben. Der Weltmeister von 2014 kam bei seinem knapp 30-minütigen Debüt-Einsatz für die Kanadier gegen Houston Dynamo FC in der nordamerikanischen Major League Soccer nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Der langjährige Bayern-Star hatte kurz nach seiner Einwechslung zum vermeintlichen 2:0 getroffen, aber wegen einer Abseitsposition wurde der Treffer nicht gegeben.
Müller wurde nach 61 Minuten unter großem Jubel der 26.031 Zuschauer eingewechselt und sofort von seinen Teamkollegen als Anspielstation gesucht. Zwei Minuten später auf dem Kunstrasen in Vancouver erfreute er die Fans erneut: Ein kraftvoller Schuss des Offensivspielers traf das gegnerische Tor. Schiedsrichter Jon Freemon verweigerte jedoch die Anerkennung des Treffers.
Müller verteilt Bälle und gibt Kommandos
Müller verteilte die Bälle geschickt und brachte seine Teamkollegen ins Spiel. Er gab Anweisungen und tauchte mehrmals gefährlich im Strafraum der Gäste auf. Auch in der Abwehr leistete er Unterstützung. Sein Einsatz wurde immer wieder von den Fans mit Applaus belohnt.
Die Whitecaps konnten nicht den zweiten Treffer erzielen und wurden schließlich bitter bestraft: Artur glich in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Endstand aus. Die Führung für Vancouver hatte Brian White bereits nach sechs Minuten per Foulelfmeter erzielt.
Whitecaps weiter auf Playoffs-Kurs
Vancouver liegt mit 46 Punkten auf dem dritten Platz in der Western Conference und ist auf dem direkten Weg in die Playoffs. Am nächsten Samstag (Ortszeit) spielen die Whitecaps in der MLS gegen St. Louis.