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Schick und Wirtz retten Bayer Leverkusen in Baku

Joker Schick und Wirtz drehen Spiel nach schwacher erster Halbzeit und sichern Unentschieden für Bayer Leverkusen in Aserbaidschan.

Bayer Leverkusen kam nach einem 0:2-Rückstand bei Agdam noch zum Ausgleich.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Florian Wirtz und Patrik Schick, die Joker, haben Bayer Leverkusen in dem nasskalten Hexenkessel von Baku vor der ersten Niederlage im 35. Pflichtspiel der Saison gerettet. Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei Karabach Agdam in Aserbaidschan endete es 2:2 (0:2). Der Nationalspieler und der Tscheche sicherten trotz der schlechtesten Halbzeit der Saison das Unentschieden und somit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Leverkusen.

Trainer Xabi Alonso hatte nach der langen Anreise in den Kaukasus mit Blick auf die Belastung der kommenden Wochen zahlreiche Stars geschont. Unter anderem hatten Granit Xhaka, Wirtz und Jeremie Frimpong zu Beginn auf der Bank gesessen. Agdam nutzte das durch Yassine Benzia (26.) und Juninho (45.+2) eiskalt aus. Der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Wirtz verkürzte durch Leverkusens 100. Pflichtspiel-Tor der Saison (70.) – und Patrik Schick (90.+2) glich dann noch aus.

Die alte, aber stimmungsvolle Arena in Baku, die einst Josef-Stalin-Stadion und dann Wladimir-Lenin-Stadion hieß, trägt inzwischen den Namen von Tofiq Bahramow. Also von jenem aserbaidschanischen Linienrichter, der beim WM-Finale 1966 den Ball hinter der Linie gesehen und somit das «Wembley-Tor» für England gegen Deutschland ermöglicht hatte. Etwa eine halbe Stunde vor dem Anpfiff hatte es begonnen, kräftig zu regnen. Zusammen mit dem starken, kalten Wind waren es ungemütliche Verhältnisse. 

Schick sorgt spät für das Remis

Die Gastgeber versuchten, die Leverkusener direkt mit einer druckvollen und körperlichen Spielweise zu überraschen. Das gelang, da die Werkself lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel fand. Alonso schien das nicht zu gefallen. Der Spanier gestikulierte ungewöhnlich wild am Spielfeldrand.

Es gab jedoch keine Verbesserung. Im Gegenteil. Zuerst hielt Matej Kovar, der wie in jedem Gruppenspiel Kapitän Lukas Hradecky im Tor vertrat, einen Schuss von Juninho stark mit einer Hand (24.), dann traf Marko Jankovic den Innenpfosten (25.) und wieder ein paar Sekunden später war es dann passiert, als Benzia den Ball aus zehn Metern unter die Latte schoss. Angesichts von 6:0 Torschüssen war die Führung für Agdam verdient und folgerichtig. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ließ sich Bayer dann auch noch auskontern, als Juninho Jonathan Tah ab der Mittellinie enteilte und Kovar ausspielte.

Alonso brachte Frimpong zur Halbzeitpause und fügte in der 58. Minute auch Xhaka und Wirtz hinzu, als sich die Situation nur teilweise verbesserte. Schließlich wurde es besser, und der ehemalige Leverkusener Andrej Lunew musste zum ersten Mal einen gefährlichen Schuss von Edmond Tapsoba parieren (62.). Als Wirtz einen Rückpass von Abdellah Zoubir abfing und den Ball über Lunew hob, war Leverkusen wieder im Spiel. Der ebenfalls eingewechselte Schick sorgte schließlich für das Unentschieden.

dpa