Für einen Leipziger mit Barca-Hintergrund ist das Spiel in Madrid eine Extra-Motivation. Doch der Abend muss schon perfekt sein, um weiterzukommen.
Spanier Olmo vor einem besonderen Abend im Bernabéu

Für Leipzigs Dani Olmo wird der Auftritt in Madrid ein besonderer Abend. «Es ist ein besonderes Szenario, das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League hier im Santiago Bernabéu», sagte der spanische Nationalspieler, der bisher noch nie in diesem Stadion gespielt hatte.
«Das ist das erste Mal, dass ich die Gelegenheit habe, etwas ganz Besonders in meinem Heimatland. Ich bin sehr motiviert. Ich möchte jetzt hier in Spanien zeigen, was ich drauf habe», sagte Olmo vor dem heutigen Königsklassen-Duell (21.00 Uhr/DAZN) bei Real und betonte: «Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen.»
Schlüsselfaktor
«Es wird an den kleinen Details liegen, diese Ballverluste im Mittelfeld müssen wir weglassen. Wir wissen, dass wir auch angreifen und auch Schaden anrichten können beim Gegner», sagte Olmo. Für die Leipziger «stehen alle Möglichkeiten offen. Ich hoffe, dass wir es auch verwirklichen können. Angst haben wir vor niemanden», meinte Olmo vor dem Aufeinandertreffen mit den Real-Stars Vinícius Júnior oder Jude Bellingham. «Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und mit unseren Waffen ins Spiel gehen. Wir müssen zwischen den Linien spielen, genau da fühle ich mich am wohlsten.»
Kumpel Xavi
Für die beiden Schlüsselspieler von RB ist es eine besondere Konstellation. Beide sind frühzeitig in der Jugendakademie La Masia vom FC Barcelona ausgebildet worden. «Xavi und ich sind Freunde auch außerhalb des Rasens. Ich verstehe mich super mit ihm, wir harmonieren bestens», sagte Olmo, der nie ein Hehl daraus machte, irgendwann wieder nach Spanien zurückzukehren. Bei den Leipzigern hat er noch einen Vertrag bis Sommer 2027 – allerdings mit einer Ausstiegsklausel. Dem Vernehmen nach liegt sie bei 60 Millionen Euro.
Leipzig droht Aus im Duell um Club-WM
Ein Ausscheiden von RB Leipzig im Achtelfinale würde Borussia Dortmund endgültig dazu verhelfen, einen Platz bei der Club-WM 2025 zu bekommen. Sollten die Sachsen nach dem 0:1 im Hinspiel nicht gegen den spanischen Rekordmeister weiterkommen, wäre der BVB neben dem FC Bayern sicher als zweiter deutscher Verein bei dem Turnier vom 15. Juni bis zum 13. Juli 2025 in den USA vertreten.
Für die Club-WM mit 32 Mannschaften haben bereits 19 Teams ihre Qualifikation gesichert, darunter der FC Bayern München. 13 Mannschaften haben sich zwischen 2021 und 2024 durch einen Sieg im jeweiligen Champions-League-Format ihres Kontinents qualifiziert. Weitere sechs Teams sind durch die Vierjahres-Rangliste ihrer Konföderation dabei.
Leipzig (61 Punkte) hat derzeit einen Rückstand von sieben Punkten auf den BVB (68), der eine Woche später sein Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse zu Hause gegen Eindhoven bestreitet und nach dem 1:1 im Hinspiel auf das Weiterkommen hoffen kann. Ein Sieg bringt zwei Punkte, ein Unentschieden einen. Für jede weitere Runde, die in der K.o.-Phase erreicht wird, gibt es einen zusätzlichen Punkt. Wenn Leipzig die Champions League gewinnt, ist automatisch die Teilnahme in den USA gesichert. Bei einer Niederlage im Finale wären noch maximal 13 Punkte möglich.
Noch vier offene UEFA-Plätze
Der UEFA stehen zwölf Plätze zu, von denen noch vier offen sind. Einer davon geht an den Sieger der diesjährigen Königsklasse. Die weiteren Clubs erreichen die WM über die Rangliste. Momentan würde die offenen Plätze an Dortmund, Atlético Madrid, Juventus Turin und Salzburg gehen. Pro Land dürfen maximal zwei Clubs dabei sein.
«Wir finden das Format spannend. Es wäre reizvoll, bei der Club-WM dabei zu sein, und dann in dem Land, in dem ein Jahr später die Fußball-Weltmeisterschaft gespielt wird», kommentierte BVB-Marketingchef Carsten Cramer. Die Prämien-Verteilung ist bisher nicht offiziell.








