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Deutscher Youngster Georg Steinhauser stoppt Siegesserie von Superstar beim Giro d’Italia

Georg Steinhauser gewinnt mit Solo-Ritt auf Passo Brocon ersten deutschen Etappensieg, während Pogacar auf Platz zwei landet.

Georg Steinhauser (r) feierte den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.
Foto: Fabio Ferrari/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Georg Steinhauser riss die Arme in die Höhe, dann schlug er ungläubig die Hände vor das Gesicht. Der Youngster hat mit einem beeindruckenden Solo-Ritt in den Alpen die Siegesserie von Superstar Tadej Pogacar gestoppt und für den ersten deutschen Etappenerfolg beim diesjährigen Giro d’Italia gesorgt.

Der 22-Jährige, Sohn des ehemaligen Radprofis Tobias Steinhauser, siegte nach 159 Kilometern bei der Bergankunft auf dem Passo Brocon und feierte somit seinen ersten Profisieg. Pogacar, der bereits fünf Etappensiege erzielt hat, griff erst spät an und landete mit einem Rückstand von etwa eineinhalb Minuten auf dem zweiten Platz, wodurch er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter vergrößerte.

34 Kilometer vor dem Ziel distanzierte sich Steinhauser von seinem Mit-Ausreißer Amanuel Ghebreigzabhier aus Eritrea und wurde auch auf dem 11,9 Kilometer langen und durchschnittlich 6,4 Prozent steilen Schlussanstieg nicht mehr eingeholt. Der letzte deutsche Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt wurde im vergangenen Jahr von Nico Denz errungen.

Vater Tobias fuhr einst mit Jan Ullrich in einem Team

Erst am Sonntag hatte Steinhauser, der seit seinem Profidebüt 2022 für den amerikanischen Rennstall EF Education fährt, mit Platz drei bei der Bergankunft in Livigno überzeugt. Sein Vater Tobias, dessen größter Erfolg ein Etappensieg bei der Tour de Suisse war, fuhr einst zusammen mit Jan Ullrich in einem Team. Ullrich war auch mehr als zehn Jahre mit Georg Steinhausers Tante Sara verheiratet.

Der Wettbewerb um den Gesamtsieg bleibt weiterhin eine klare Angelegenheit für Pogacar. Der Slowene führt fast acht Minuten vor dem Kolumbianer Daniel Felipe Martinez vom deutschen Bora-hansgrohe-Team. Es wird wahrscheinlich auch am Donnerstag keine Veränderung geben, wenn auf der 18. Etappe über 178 Kilometer von Fiera di Primiero nach Padua mit einem Sprintfinish zu rechnen ist.

dpa