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Super-League-Agentur baut auf große Unterstützung

Die Super-League-Agentur sieht das Urteil des Europäischen Gerichtshof als Startschuss. Die Pläne stehen, nur sind schon weitere Unterstützer bekannt?

Treibt die Pläne für eine Super League im Fußball voran: Bernd Reichart.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Verantwortlichen des Super-League-Projekts erwarten nach wie vor eine starke Unterstützung aus der Fußballwelt.

«Wir sind überzeugt, dass wir die 64 locker vollmachen», sagte der frühere RTL-Chef Bernd Reichart der Deutschen Presse-Agentur nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof, durch das sich die verantwortliche Sportagentur A22 gestärkt sieht. Das vorgestellte Modell sieht einen neuen Europapokal mit 64 Clubs in insgesamt drei Ligen vor. 

«Wollen den Vorschlag weiterentwickeln»

«Wir wollen den Vorschlag weiterentwickeln, jetzt können das die Clubs endlich auch bei Tageslicht und ohne Angst vor Sanktionen machen», sagte Agenturchef Reichart. «Sie können sich dem Vorschlag nähern und dazu beitragen, dass wir das finden, was den Fußball in Europa wieder groß macht.»

Das Urteil des EuGH besagte, dass die UEFA und die FIFA andere Wettbewerbe nicht automatisch von ihrer Zustimmung abhängig machen dürfen und es den Vereinen und Spielern nicht untersagt werden darf, an diesen Wettbewerben teilzunehmen. Die Richter betonten jedoch, dass dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Super League genehmigt werden muss. Beide Verbände reagierten gelassen auf das Urteil und fühlten sich teilweise sogar gestärkt.

Deutsche Clubs noch keine Unterstützer

Unterstützer der Super League sind die spanischen Vereine FC Barcelona und Real Madrid, weitere Clubnamen sind nicht bekannt. Die Bundesligavereine hatten sich in dem seit zweieinhalb Jahren andauernden Streit gegen einen Wettbewerb außerhalb der UEFA gestellt. «Auch Deutschland sieht seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich gerade mit der Premier League unter Druck», sagte Reichart. «Wir glauben, dass unser Vorschlag eine sehr, sehr gute Möglichkeit wäre, um europäischen, um deutschen Clubs in Europa die Möglichkeit zu geben, sich zu stärken an einem zweiten Standbein.»

Ein Kernpunkt des Projekts ist, dass der neue Wettbewerb für alle Fans in den Medien ohne Kosten zu sehen sein soll. «Die Reichweiten, die der beste Fußball liefern könnte, wären noch nie dagewesen», sagte Reichart. «Das ist unsere Wette, da bauen wir drauf.» Finanziert werden soll der Fanservice über Werbung.

dpa