Die meisten Tickets sind verkauft, doch die UEFA plant eine Wiederverkaufsplattform für ungenutzte Eintrittskarten. Testspiele und Favoriten vor dem großen Turnier.
Countdown zur EM: 100 Tage bis zum Eröffnungsspiel in Deutschland

Die Gruppen sind bereits ausgelost, die meisten Tickets sind vergeben, und die Vorbereitungen nehmen konkrete Formen an: An diesem Mittwoch sind es noch 100 Tage bis zum Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Wichtige Fragen und Antworten vor dem großen Heimturnier vom 14. Juni bis zum 14. Juli:
Kann ich noch Tickets für die EM kaufen?
Die meisten der etwa 2,7 Millionen Tickets wurden bereits verkauft. Die Nachfrage war höher als das Angebot. Es ist nicht geplant, eine weitere große Verkaufsphase durchzuführen. Allerdings plant die UEFA, im März eine Wiederverkaufsplattform einzurichten. Dort können Personen, die ein Ticket besitzen, es aber nicht nutzen möchten, dieses verkaufen. Es gibt auch noch einige sogenannte Hospitality Pakete mit Tickets, die jedoch preislich für die meisten Fans wahrscheinlich nicht erschwinglich sind.
Was macht das deutsche Team bis zur EM?
Auf dem Weg zur EM hat die Nationalmannschaft noch in diesem Monat zwei wichtige Testspiele gegen starke Gegner vor sich. Diese Spiele sind die letzten vor der Bekanntgabe des EM-Kaders. Sie werden nicht nur wegen der möglichen Rückkehr des Weltmeisters von 2014, Toni Kroos, mit Spannung erwartet. Am 23. März trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Lyon auf Frankreich, drei Tage später empfängt Deutschland die Niederlande in Frankfurt am Main.
Nach dem Abschluss der Bundesliga-Saison wird sich die deutsche Nationalmannschaft am 26. Mai zu einem mehrtägigen Trainingslager in Blankenhain in Thüringen treffen. Es sind noch zwei weitere Testspiele zur direkten Vorbereitung auf die Europameisterschaft geplant. Der DFB hat die Gegner und Spielorte noch nicht bekannt gegeben.
Wann stehen die letzten Teilnehmer fest?
Am 26. März werden die letzten drei EM-Startplätze in drei Playoff-Finals vergeben. Zwölf Mannschaften sind fünf Tage zuvor in den Halbfinals im Einsatz. Der Gewinner des Spiels Polen gegen Estland trifft auf den Sieger von Wales gegen Finnland um ein EM-Ticket. Israel, Island, Bosnien-Herzegowina und die Ukraine kämpfen um einen weiteren Startplatz. Auf dem sogenannten Weg C kämpfen Georgien, Luxemburg, Griechenland und Kasachstan um einen EM-Platz.
Wer sind die Titel-Favoriten?
England und Frankreich sind derzeit die Topfavoriten auf den EM-Titel. Das englische Team, mit Bayern-Stürmer Harry Kane und Mittelfeldstar Jude Bellingham von Real Madrid, konnte sich in der Qualifikation souverän als Gruppensieger ohne Niederlage durchsetzen – auch gegen Italien. Frankreich, angeführt von Kylian Mbappé, hat in der Vergangenheit bei fast allen großen Turnieren bis ins Finale gezeigt, was es kann. 2016 verloren Les Bleus das EM-Endspiel zuhause gegen Portugal, 2018 wurden sie Weltmeister und 2022 unterlagen sie im WM-Finale Argentinien. Deutschland liegt auf Platz drei der Favoritenliste, noch vor Spanien. Die Leistung der DFB-Elf war zuletzt jedoch alles andere als europameisterlich.
Gibt es während der EM Fanmeilen oder Public-Viewing-Veranstaltungen?
Ja. Während der WM-Sommermärchen 2006 wurden Bilder von feiernden Fans beim Public Viewing und auf den Fanmeilen weltweit bekannt – so soll es auch dieses Mal sein. In den zehn Austragungsorten gibt es offizielle Fanzonen der UEFA, in denen die Spiele auf Großbildschirmen übertragen werden. Zusätzlich wird es viele andere Möglichkeiten geben, die Spiele in großer Runde zu verfolgen. Veranstalter benötigen unter bestimmten Bedingungen eine Lizenz der UEFA, um Public Viewings durchzuführen.
Wer überträgt die Spiele im TV?
Die ARD und das ZDF übertragen 34 der 51 EM-Spiele live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Dies beinhaltet alle Spiele der deutschen Mannschaft, die Halbfinals und das Endspiel. Das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland wird im ZDF ausgestrahlt, während die anderen beiden Gruppenspiele des Nagelsmann-Teams gegen Ungarn und die Schweiz im Ersten zu sehen sind. Beide Sender haben Sublizenzen von der Telekom erworben, die alle 51 Spiele über ihr kostenpflichtiges Streaming-Angebot MagentaTV überträgt – darunter fünf exklusive Begegnungen. Weitere zwölf Spiele werden im Free-TV bei RTL gezeigt.








