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Tiger Woods nach Autounfall vorübergehend in Gewahrsam: Drogenverdacht wird untersucht

Tiger Woods wird nach einem Autounfall wegen Drogenverdachts festgenommen und verweigert einen Urintest. Während er unverletzt bleibt, gerät der Vorfall in die öffentliche Diskussion und erinnert an frühere Probleme des Golfstars.

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Drogeneinfluss? Tiger Woods nach Autounfall festgenommen
Palm Beach County Sheriff's Office via Wikimedia Commons (Public domain)

Der Golfstar Tiger Woods ist in einen Verkehrsunfall verwickelt worden, der zu seiner Festnahme führte. Der Vorfall hat Erinnerungen an frühere Schwierigkeiten des Sportlers geweckt.

Woods wurde nach einem Autounfall in den USA festgenommen und kurz darauf auf Kaution freigelassen, wie eine Sprecherin des Sheriff-Büros von Martin County mitteilte. Der 50-jährige Athlet war wegen des Verdachts auf Drogenkonsum festgenommen worden.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von null, jedoch weigerte sich Woods, einen Urintest durchzuführen. Die Ermittler vermuten, dass er möglicherweise „irgendein Medikament oder eine Droge“ konsumiert hatte. Bei dem Unfall blieb Woods unverletzt, die Höhe der Kaution wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Acht Stunden in Gewahrsam

Der Golfprofi musste mindestens acht Stunden im Gefängnis verbringen, bevor er gegen Kaution entlassen wurde. John Budensiek, ein Beamter des Martin County Sheriff-Büros, äußerte, dass Woods am Unfallort lethargisch wirkte. „Wir glauben, dass dies auf die Substanz zurückzuführen ist, unter deren Einfluss er stand,“ sagte Budensiek. Woods wurde wegen Fahruntüchtigkeit und der Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt.

Berichten zufolge versuchte Woods, mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrzeug zu überholen, das gleichzeitig abbiegen wollte. Infolgedessen streifte sein Geländewagen den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und rutschte über die Fahrbahn. Laut Sheriff gab es bei dem Vorfall keine Verletzten.

Frühere Vorfälle

Woods war bereits im Februar 2021 in Los Angeles in einen schweren Unfall verwickelt, bei dem er sich mehrfach überschlug und komplizierte Beinbrüche erlitt. Er verbrachte drei Wochen im Krankenhaus und musste anschließend drei Monate zu Hause im Bett verbringen. Bei diesem Vorfall gab es laut Polizei und Feuerwehr keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum. Woods hatte damals angegeben, sich nicht an das Fahren erinnern zu können.

Gerüchte um ein Comeback

In den letzten Wochen gab es Spekulationen über ein mögliches Comeback von Woods bei den US-Masters, die am 9. April beginnen. Der 50-Jährige sorgte für Aufsehen, als er in der neuen Indoor-Liga Tomorrow’s Golf League überraschend einige Schläge machte.

Sein letzter großer Auftritt war bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die gesamte Saison aus und unterzog sich im vergangenen Herbst einer weiteren Rückenoperation.

„Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche,“ sagte Woods. In Bezug auf die US-Masters fügte er hinzu: „Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.“ Er bestätigte, dass er auf jeden Fall vor Ort sein werde und sagte: „Wir werden sehen, wie es läuft. Ich werde diese Woche zu Hause trainieren und weiter versuchen, Fortschritte zu machen.“

Bildquelle: Palm Beach County Sheriff’s Office via Wikimedia Commons (Public domain)

Ronny Winkler