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Deutscher Sport-Star an Krebs gestorben

Der einstige Spitzensportler starb nach langer Krankheit, wie seine Familie bestätigte. Im vergangenen Herbst hatte er eindringlich von seinem Kampf gegen den Krebs berichtet.

Foto: NF24 / Canva

Schock in der Sport-Welt. Große Trauer nach dem Tod des deutschen Profi-Sportlers. Der talentierte Sportler hat den Kampf gegen seine heimtückische Krebs-Erkrankung verloren.

Tim Lobinger ist tot: Sport-Star stirbt an Krebs

Tim Lobinger ließ seine Fans an seinem Schicksal teilhaben, und er verbreitete ein kleines Stück Normalität.

Auf zahlreichen lebensfrohen Fotos in den sozialen Medien zeigte sich der schwer erkrankte frühere Weltklasse-Stabhochspringer in den vergangenen Wochen – mal nachdenklich, oft mit einem Lächeln und doch schon schwer gezeichnet. Die Nachricht über seinen Tod sorgte im deutschen Sport für große Bestürzung. Lobinger, der lange gegen den Krebs gekämpft hatte, starb im Alter von 50 Jahren, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten die «Rheinische Post» und RTL berichtet.

«Die ehemalige Stabhochsprung-Legende ist im engen Kreise friedlich eingeschlafen, er hat den Kampf nicht verloren, sondern auf seine Weise gewonnen», heißt es in einer Stellungnahme der Familie, die RTL und die «Bild» verbreiteten.

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«Jetzt hast Du keine Schmerzen mehr», schrieb die Leichtathletin Sabrina Mockenhaupt. «Viel Kraft Deiner ganzen Familie.» Lobingers letztes Foto in dem Netzwerk Instagram war da gerade mal eine Woche alt – jetzt kommentiert mit zahlreichen Beileidsbekundungen.

Blutkrebs-Diagnose im März 2017

«Heilung wird es bei mir nicht mehr geben. Mein Krebs ist zu aggressiv», hatte Lobinger im Oktober vergangenen Jahres der «Bild»-Zeitung gesagt. Im Februar 2022 hätten ihm die Ärzte gesagt, dass sein Tod näher rücke. Er solle Verfügungen treffen, sich mit seiner Beerdigung befassen und sich von seinen Liebsten verabschieden. «Die Gespräche mit meinen Kindern waren hart. Sie wissen, wie schlecht es um mich steht», sagte er.

Bei Lobinger war im März 2017 Blutkrebs diagnostiziert worden. Nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigen Leberversagen im Sommer 2018 galt der Hallen-Weltmeister von 2003 wieder als gesund. 2020 musste er sich aber wieder einer Therapie unterziehen und erhielt zusätzlich Bestrahlungen.

Emotionales Interview im vergangenen Sommer

Emotional hatte Lobinger im vergangenen Sommer von besonderen Momenten in dieser Zeit berichtet. «An diesem Tag war ich nur der Vater der Braut, nicht der krebskranke Tim. Das tat mir unheimlich gut», sagte Lobinger dem Magazin «Bunte» über die Hochzeit seiner Tochter Fee, die er zum Traualtar geführt hatte. Die Zeremonie habe er mitgeplant. «Ich stand zwischen Chemo-Ständern und schwer kranken Menschen und habe mit Fee über ihr Hochzeitskleid gesprochen», sagte Lobinger.

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Lobinger war 1997 der erste deutsche Stabartist, der im Freien die Sechs-Meter-Marke überwand. 2003 gewann er in Birmingham Gold bei den Hallen-Weltmeisterschaften. Über viele Jahre hinweg war der extrovertierte Athlet eine der prägenden Figuren seiner Sportart. Nach seiner Karriere arbeitete er vier Jahre lang als Athletiktrainer bei den Fußballern von RB Leipzig. «Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden», twitterten die Sachsen. «Ruhe in Frieden, Tim.»

«Großartiger Mensch»: Sportwelt trauert um Lobinger

Nach dem Tod des einstigen Weltklasse-Stabhochspringers haben frühere Weggefährten Beileid und Trauer bekundet.

«Es ist ein sehr, sehr trauriger Tag für die Leichtathletik, was mich auch persönlich trifft, denn mit Tim, den ich seit seiner Jugend kannte, verlieren wir nicht nur einen großartigen Menschen, sondern auch einen Sportler, der sich immer für die Leichtathletik eingesetzt hat», sagte Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, laut einer Mitteilung. Die gesamte Leichtathletik-Gemeinde wünsche der Familie «viel Kraft».

Lobinger war im Alter von 50 Jahren gestorben, wie seine Familie bestätigte. Der einstige Ausnahme-Athlet hatte jahrelang gegen den Krebs gekämpft. Laut eigener Aussage aus dem vergangenen Herbst wusste er, dass er bald sterben werden.

DLV-Vorstandschef Idriss Gonschinska sprach über den Hallen-Weltmeister von 2003 als «großartigen» Menschen und «begnadeten» Stabhochspringer. «Bis zuletzt haben wir gehofft, dass er den Kampf gegen den Krebs gewinnt», sagte Gonschinska. «Stabhochsprung ohne Tim Lobinger war über viele Jahre undenkbar. In seinem Herzen war immer Platz für seine Leichtathletik, für die er national und international immer ein hervorragender Botschafter gewesen ist.»

Lobinger war 1997 der erste deutsche Stabhochspringer, der im Freien die Sechs-Meter-Marke überwand. Nach seiner Karriere arbeitete er vier Jahre lang als Athletiktrainer bei den Fußballern von RB Leipzig. «Ruhe in Frieden mein Freund», schrieb RB-Stürmer Emil Forsberg bei Twitter.

Bei Freiluft-Europameisterschaften hatte Lobinger, der in Rheinbach geboren ist und unter anderem für Bayer Leverkusen, den ASV Köln und die Stadtwerke München startete, drei Medaillen gewonnen: Silber 1998 in Budapest und 2006 in Göteborg sowie Bronze 2002 in München. 1997 sprang er in Köln-Müngersdorf deutschen Rekord mit 6,00 Metern. Erst 2012 hatte der Olympia-Zweite Björn Otto diese Marke um einen Zentimeter übertroffen.

Verwehrt blieb Lobinger eine Medaille bei Olympischen Spielen und Freiluft-Weltmeisterschaften. 2011 ehrte der DLV den Stabhochspringer bei den nationalen Titelkämpfen in Kassel mit dem Rudolf-Harbig-Preis.

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dpa