Das deutsche Team bereitet sich mit einem 6:3-Sieg auf das Viertelfinale vor, während der Rekord für die meisten Tore in der Vorrunde gebrochen wird.
Deutschland siegt mit Tor-Gala gegen Frankreich bei der Eishockey-WM

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich mit einer weiteren Tor-Gala bei der WM in Tschechien auf das Viertelfinale eingestimmt. Bundestrainer Harold Kreis‘ Team besiegte Frankreich in Ostrava mit 6:3 (1:1, 3:2, 2:0).
Nach den abschließenden Gruppenspielen am Dienstagabend wird entschieden, wer im Viertelfinale auf den Vizeweltmeister trifft. Kanada, Gastgeber Tschechien oder die Schweiz aus der Gruppe A könnten die potenziellen Gegner sein.
Wojciech Stachowiak (32. Minute/42.), Marc Michaelis (20.), Lukas Kälble (26.), Maxi Kastner (33.) und Lukas Reichel (45.) erzielten Tore für das deutsche Team und stellten einen Rekord auf. Noch nie zuvor hatte es eine Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) geschafft, bei einer Weltmeisterschaft 34 Treffer in der Vorrunde zu erzielen. Die vorherige Bestmarke lag bei 30 Toren bei der WM 1992.
Der fünfte Viertelfinal-Einzug in Serie stand bereits vor dem ersten Bully durch vier Siege gegen die Slowakei, Lettland, Kasachstan und Polen fest. Im Hinblick auf die heiße WM-Phase ab Donnerstag wollte Kreis allerdings nicht wechseln oder einen Spieler schonen. «Das ist kein Warmlaufen für das Viertelfinale», hatte Kapitän Moritz Müller vor dem Spiel betont.
DEB-Goalie Grubauer stark
Wie Schweden als Gruppensieger einen Tag zuvor hatte auch die DEB-Auswahl vor 9109 Zuschauern in der ausverkauften Arena gegen die unangenehm spielenden Franzosen lange Zeit einige Probleme. Einzelleistungen von Stachowiak, Jonas Müller oder auch NHL-Torjäger JJ Peterka scheiterten am guten französischen Torhüter Quentin Papillon.
Auch NHL-Torwart Philipp Grubauer von den Seattle Kraken musste auf der anderen Seite mehrmals sein Können zeigen. Trotz eines perfekten Gegenangriffs der Franzosen war der Rosenheimer jedoch machtlos: Valentin Claireaux verwandelte souverän zum 0:1 (17.). Michaelis gelang 56 Sekunden vor Ende des ersten Drittels der Ausgleich. Es war der dritte Turniertreffer für den Neu-Mannheimer.
Auch wenn es für die Franzosen um nichts mehr ging, zeigte das Team von Trainer Philippe Bozon Spiellaune. Im wilden Mitteldrittel gingen die Franzosen durch Anthony Rech (21.) und Sacha Treille (27.) in Führung. Kälble (26.) und Stachowiak (32.) glichen aus. Nach Kastners Treffer nur 22 Sekunden später führte die deutsche Mannschaft erstmals mit 4:3. Zwei weitere deutsche Tore von Peterka und Leonhard Pföderl wurden nach Videoanalyse zurückgenommen.
Im letzten Drittel zeigte das Kreis-Team erneut ihre Lust auf Tore. Stachowiak erzielte zwei Treffer (42.) und NHL-Stürmer Reichel von den Chicago Blackhawks (45.) erhöhten schnell auf 6:3. Nur der Ausschluss nach einem Bandencheck für Frederik Tiffels kurz vor dem Ende trübte den fünften Sieg im siebten Vorrundenspiel. Der Berliner könnte sogar für das Viertelfinale gesperrt werden.








