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HSV auf dem Vormarsch in der 2. Bundesliga

Der Hamburger SV gewinnt 3:0 gegen Wehen Wiesbaden und klettert in der Tabelle auf den Relegationsplatz.

Marten Winkler (l) bejubelt seinen Treffer zum 4:2 mit Haris Tabakovic (r).
Foto: Soeren Stache/dpa

Der Wettbewerb um den Aufstieg in der 2. Fußball-Bundesliga wird immer intensiver – und der Hamburger SV bleibt weiterhin im Rennen. Nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gewann die Mannschaft unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart mit 3:0 (1:0) gegen Wehen Wiesbaden und überholte erneut Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz.

Hinter dem FC St. Pauli (54 Punkte) und Holstein Kiel (49), die souverän die Tabelle anführen, haben der HSV (44) und Fortuna (43) derzeit die besten Chancen auf den Aufstieg, zumindest durch die Hintertür, nachdem die Konkurrenten Fehler gemacht haben.

Miro Muheim (33.), Laszlo Benes (51.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (85.) erzielten Tore für die Hamburger. Die Ängste der Fans, dass es erneut nichts mit dem Aufstieg in die Bundesliga wird, wurden durch den Sieg von Düsseldorf gegen den VfL Osnabrück (4:0) noch verstärkt. Dennoch gestaltete der HSV sein eigenes Spiel souverän.

Hannover 96 (40) musste sich hingegen mit einem 1:1 gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern zufriedengeben. Der SC Paderborn (39) hatte mit 1:2 gegen den Vorletzten Eintracht Braunschweig verloren. In Reichweite rückte der Karlsruher SC (38) durch ein 7:0 gegen den 1. FC Magdeburg. Auch Hertha BSC (37) kann nach dem überraschend klaren 5:2 (3:2) im Absteiger-Duell mit Schalke 04 noch auf den Aufstiegs-Relegationsplatz hoffen.

Kiel gewinnt gegen Elversberg

Oben scheint St. Pauli fast schon weg. «Es gehört sich nicht zu sagen, was nächste Saison für euch kommt», sagte Cristian Fiel, Trainer des 1. FC Nürnberg, nach der Niederlage gegen den Kiezclub zu seinem Kollegen Fabian Hürzeler: «Ich sage einfach mal: Viel Spaß.» Der Vorsprung auf den Relegationsplatz sei «auf jeden Fall» komfortabel, meinte Paulis Torschütze Johannes Eggestein beim Pay-TV-Sender Sky: «Das haben wir uns auch über die ganze Saison erarbeitet.»

Auch die Kieler agierten beim starken Neuling SV Elversberg wie ein Aufsteiger und kamen zu einem 2:0. «Man hat unsere Mentalität heute wieder in jeder Aktion gesehen», sagte Ex-Nationalspieler Lewis Holtby. «Es macht Spaß, Teil dieser Gruppe zu sein. Ich freue mich jetzt auf acht sehr schwere, aber auch geile verbleibende Spiele.»

Auch die Spieler des FC St. Pauli freuen sich darauf. Wenn ihr Trend weiterhin anhält, könnte der Aufstieg in die Bundesliga schon bald feststehen. Wahrscheinlich noch vor dem Hamburger Derby am 32. Spieltag Anfang Mai. Dann könnte es für den FC St. Pauli nur noch um Prestige gehen – für den HSV dagegen vor allem noch um Punkte für den Aufstieg.

dpa