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Alonso’s Comeback-Sieg: Bayer Leverkusen setzt Meilenstein im Meisterkampf

Mit einem späten Doppelschlag gegen Hoffenheim setzt Bayer Leverkusen den FC Bayern München unter Druck und bleibt seit 39 Spielen ungeschlagen.

Schoss Leverkusen in der Nachspielzeit zum Sieg: Patrik Schick.
Foto: Marius Becker/dpa

Mit einem späteren Doppelschlag und großem Jubel anstelle eines herben Rückschlags haben Xabi Alonso und die Rekordjäger von Bayer Leverkusen im Meisterkampf der Fußball-Bundesliga einen weiteren eindrucksvollen Comeback-Sieg errungen.

Einen Tag nachdem der europaweit umworbene Star-Trainer seinen Verbleib über das Saisonende hinaus bekannt gegeben hatte, gewann Bayer durch zwei späte Tore von Nationalspieler Robert Andrich (88.) und Patrik Schick (90.+1) erneut und setzte den Verfolger FC Bayern München weiterhin unter Druck. Vor dem Anpfiff des Spiels gegen Borussia Dortmund am Abend betrug der Rückstand des Serienmeisters bereits 13 Punkte.

Maximilian Beier, der angeblich auch von Bayer umworben wird (33.), erzielte sein 13. Saisontor und brachte Hoffenheim in Führung. Andrich und Schick überwanden später den überragenden TSG-Torhüter Oliver Baumann. Bayer, das seit 39 Pflichtspielen ungeschlagen ist und Alonso umwirbt, spielt am Mittwoch gegen Fortuna Düsseldorf im Halbfinale des DFB-Pokals.

Die Länderspielpause war für die Leverkusener nicht wirklich erholsam gewesen. Als eine Folge des Erfolgs waren nicht weniger als 19 Spieler bei ihren Nationalteams im Einsatz, viele spielten doppelt. Doch Alonso hatte die Ruhe daheim genutzt, um seine Zukunft zu überdenken. Und seine Verkündung vom Freitag sorgte bei den Bayer-Fans für zusätzliche Euphorie. An den Eingängen wurden «Danke Xabi»-Schals verkauft, auf den Rängen gab es zahlreiche Plakate mit den Namen des Trainers und Herzen zu sehen. Bei Verkündung der Aufstellung wurde der Coach nochmal extra laut gefeiert.

Hoffenheim kompakt und diszipliniert

Ihre Mannschaft stand erneut einem äußerst kompakten und disziplinierten Gegner gegenüber. Die Hoffenheimer schlossen die Räume geschickt, was dazu führte, dass sich das Spielgeschehen hauptsächlich in den letzten 30 Metern vor dem Tor der Gäste abspielte. Bayer zeigte Geduld, jedoch fehlten oft die Ideen. Weder Seitenverlagerungen noch die Tricks von Florian Wirtz führten zunächst zum Erfolg. In den ersten 30 Minuten gab es daher nur eine erwähnenswerte Torchance, als Wirtz knapp aus 18 Metern das Tor verfehlte (18.).

Und dann erzielten die Hoffenheimer mit ihrem ersten Torschuss auf der Gegenseite einen Treffer, als Beier nach einem schönen Doppelpass mit seinem Sturmpartner Wout Weghorst frei vor Lukas Hradecky auftauchte und ihn dann eiskalt überwand. Ein Geniestreich hätte beinahe vor der Pause den Ausgleich gebracht, doch Baumann parierte die Bogenlampe von Granit Xhaka von der Seitenlinie hervorragend (42.). Auch der ehemalige Hoffenheimer Jonas Hofmann scheiterte aus spitzem Winkel an Baumann (44.), Nationalspieler Andrich köpfte knapp am langen Eck vorbei (45.+2).

Der Druck blieb auch nach der Pause hoch, aber Bayer agierte gegen die leidenschaftlichen Hoffenheimer nun ungewohnt hektisch und unkreativ. Trotzdem gab es Chancen. Doch Baumann hielt erneut gut gegen Wirtz (54.) und auch Schick (76.), ein abgefälschter Schuss von Jeremie Frimpong landete auf dem Tornetz (63.), Alejandro Grimaldo rutschte frei vor dem Tor weg (68.), Borja Iglesias traf die Latte (87.). Dann erzielte Andrich nach Kopfball-Ablage von Jonathan Tah ein Tor. Und Schick legte nach Flanke von Nathan Tella sogar nach und brachte die BayArena zum Beben.

dpa