Ein US-Investor, Phil Murphy, plant den Kauf von Hertha BSC, um den Klub zu einem Bundesliga-Player mit europäischer Perspektive zu entwickeln. Murphy, ehemaliger US-Botschafter in Berlin, hat bereits Kontakt zum Hertha-Präsidium aufgenommen.
US-Investor zieht in Betracht, die Berliner Hertha BSC zu übernehmen

Ein US-Investor hat Interesse an einer Beteiligung an Hertha BSC bekundet. Phil Murphy, ehemaliger US-Botschafter in Berlin, beabsichtigt, Anteile des Zweitligisten zu erwerben. Sein Ziel ist es, Hertha zu einem wettbewerbsfähigen Bundesliga-Club mit europäischer Perspektive zu entwickeln.
Murphy ist mit der Geschichte von Hertha und der Stadt Berlin vertraut. Von 2009 bis 2013 diente er als Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland, ernannt durch den damaligen Präsidenten Barack Obama.
Erfahrungen im Fußballbereich
Der 68-Jährige ist im Fußballgeschäft kein Neuling. In den USA ist er Hauptbesitzer des Frauenfußballteams New York/New Jersey Gotham FC, das er mitbegründete. Murphy und seine Familie haben regelmäßig Spiele von Hertha im Olympiastadion besucht und sich zu großen Fans entwickelt.
Aktuell erwägt Murphy, Hertha zu übernehmen. Nach Informationen hat er bereits Kontakt zu Ralf Thaeter, einem Mitglied des Präsidiums von Hertha, aufgenommen. Thaeter, ein ehemaliger Anwalt, ist international gut vernetzt und spezialisiert auf Unternehmensübernahmen.
Verkauf der Anteile durch A-Cap
Die Anteile an der Hertha-KGaA, die derzeit 78,8 Prozent betragen, gehören dem US-Versicherungsunternehmen A-Cap. Dieses Unternehmen hatte die Beteiligung von dem ehemaligen Investor 777 übernommen, der in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 777 hatte 2023 zunächst 64,7 Prozent des Klubs von Lars Windhorst erworben, der seit 2019 insgesamt 374 Millionen Euro in Hertha investiert hatte.
Hertha hat im Verkaufsprozess nur ein Veto-Recht, wenn ein potenzieller Käufer bestimmte Klub-Prinzipien nicht einhält. Phil Murphy gilt jedoch als wohlhabender und international angesehener ehemaliger Politiker, der bis Januar 2026 Gouverneur von New Jersey war und über bedeutende Verbindungen im globalen Fußballgeschäft verfügt.
Aktueller Stand des Verkaufsprozesses
Es ist bekannt, dass A-Cap die Anteile verkaufen möchte. Gespräche mit Murphy und seinem Umfeld haben bereits stattgefunden. Die Verkaufsunterlagen sind in einem sogenannten „Datenraum“ zugänglich. Murphy war auf mehreren Kommunikationskanälen nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Das Timing für Murphy könnte sich als besonders günstig erweisen, was in weiteren Berichten erläutert wird.
Quellen: B.Z.
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