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Max Verstappen plant langfristige Red-Bull-Zukunft

Der Formel-1-Weltmeister Max Verstappen plant, trotz interner Turbulenzen, bis zum Ende bei Red Bull zu bleiben.

Fühlt sich wohl bei Red Bull: Formel-1-Weltmeister Max Verstappen.
Foto: Asanka Brendon Ratnayake/AP

Max Verstappen, der Formel-1-Weltmeister, hat Gerüchte über einen frühen Abschied von Red Bull abgelehnt. Der Niederländer hat immer noch einen Vertrag mit dem von einer Affäre um Teamchef Christian Horner aufgewühlten Rennstall bis Ende 2028.

«Ich habe die Absicht, bis zum Ende hier zu bleiben, weil das eine tolle Geschichte wäre», sagte der 26-Jährige im Fahrerlager von Melbourne vor dem Grand Prix von Australien.

Medienberichten zufolge gibt es bei Red Bull einen Machtkampf. Die thailändischen Mehrheitseigentümer unterstützen weiterhin Teamchef Horner nach einem Skandal. Auf der anderen Seite kämpft die österreichische Seite des Getränke-Konzerns um die Erben des im Jahr 2022 verstorbenen Mitgründers Dietrich Mateschitz.

Anonyme Mails mit pikanten Details

Im Horner-Fall wurde einem Briten von einer Mitarbeiterin unangemessenes Verhalten vorgeworfen. Nach einer internen Untersuchung wurde die Beschwerde abgelehnt. Allerdings wurden danach anonyme E-Mails mit brisanten Details an Journalisten und Formel-1-Offizielle verschickt, die den 50-Jährigen erneut belasteten. Die Mitarbeiterin von Red Bull hat angeblich inzwischen eine Beschwerde beim Motorsport-Weltverband Fia wegen seines Verhaltens eingereicht.

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko, der als Vertrauter Verstappens gilt und als Widersacher Horners bekannt ist, wurde als mögliche Quelle des Datenlecks in Betracht gezogen. Es wurde sogar kurzzeitig erwogen, den 80-Jährigen freizustellen. Markos Vertrag bei Red Bull läuft noch bis Ende 2026. Falls er jedoch vorzeitig das Team verlassen müsste, könnte Verstappen dank einer Vertragsklausel ebenfalls vorzeitig aus seinem Vertrag aussteigen.

Mercedes wirbt um Verstappen

«Es ist sehr wichtig, dass wir versuchen, die Schlüsselfiguren im Team über einen längeren Zeitraum zu halten, denn da ist auch die Leistung zu finden», sagte Verstappen, der die ersten beiden Rennen des Jahres gewonnen hat. «Ich bin glücklich im Team», versicherte der 56-malige Grand-Prix-Sieger.

Verstappen wird mit einem Transfer zu Mercedes im Jahr 2025 in Verbindung gebracht. Die Silberpfeile suchen einen Ersatz für Rekordweltmeister Lewis Hamilton (39), der in der kommenden Saison zu Ferrari wechselt. «Ich hätte ihn liebend gerne», hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff zuletzt gesagt.

Red Bull will Verstappen nicht zum Bleiben zwingen

Verstappen findet das «schön zu hören.» Das habe aber keinen Einfluss auf seine Entscheidungen. Ob er sich vorstellen könne, einmal zu Mercedes zu wechseln? «Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was nach 2028 passiert. Ich weiß nicht, ob ich in der Formel 1 bleibe oder einen neuen Vertrag unterschreibe», meinte er.

Red Bull will seinen Starpiloten aber nicht zur Vertragserfüllung zwingen. «Wenn jemand nicht in diesem Team arbeiten will, dann werden wir niemanden gegen seinen Willen zwingen, hier zu arbeiten», hatte Teamchef Horner in Saudi-Arabien erklärt.

dpa