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VfB immer näher an Champions League

Der VfB Stuttgart macht den nächsten Schritt für die erhoffte Teilnahme an der Champions League und lässt sich vom FC Bayern nicht abschütteln. Schon nach Hälfte eins ist gegen Frankfurt alles klar.

Zeigten sich erneut treffsicher: Die VfB-Stürmer Serhou Guirassy (l) und Deniz Undav.
Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Der VfB Stuttgart arbeitet weiterhin an seiner möglichen märchenhaften Champions-League-Qualifikation, mit dem Vereins-Rekordtorschützen Serhou Guirassy. Eine Woche nach dem 1:0-Sieg gegen den Rivalen Dortmund, dominierten die effizienten Schwaben unter Trainer Sebastian Hoeneß Eintracht Frankfurt beim 3:0 (3:0).

Die drittplatzierten Schwaben bleiben punktgleich mit dem FC Bayern und scheinen die Königsklasse in den verbleibenden fünf Spielen der Saison in der Fußball-Bundesliga nicht mehr zu gefährden. Auch theoretisch ist der Einzug in die Europa League für die Stuttgarter nun gesichert.

Der VfB sicherte sich den Sieg im elften aufeinanderfolgenden Ligaspiel ohne Niederlage durch Effizienz. In der einseitigen ersten Halbzeit verwandelten Guirassy (11. Minute), der zum Bundesliga-Saison-Rekordtorschützen des VfB wurde, sowie Deniz Undav (17.) und Jamie Leweling (37.) drei Chancen in drei Tore. Die Frankfurter auf dem sechsten Platz mussten im Kampf um die Europa-League-Qualifikation ihren Vorsprung auf den FC Augsburg um drei Punkte verringern.

Guirassy übertrumpft Mario Gomez

In der komplett fertig umgebauten Stuttgarter Arena erlebten die 60.000 Zuschauer früh eine denkwürdige Szene. Nach einem feinen Pass von Angelo Stiller, der wieder ins Mittelfeld zurückgekehrt war, blieb Torjäger Guirassy vor dem Frankfurter Torhüter Kevin Trapp cool und stellte einen Bundesliga-Saisonrekord des VfB auf. Mit seinem 25. Treffer übertraf der Angreifer den ehemaligen Nationalstürmer Mario Gomez, dessen bisherige Bestmarke (24) aus der Saison 2008/2009 stammte. Zunächst wurde die Führung aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht anerkannt, doch nach einer Videoüberprüfung gab Schiedsrichter Deniz Aytekin das 1:0 schließlich doch.

Bei ihren Chancen blieben die Gastgeber eiskalt, nutzten die Fehler der Gäste und jubelten nur wenige Minuten später erneut. Ein Frankfurter Einwurf war diesmal der Ausgangspunkt. Eintracht-Verteidiger Robin Koch konnte den Ball nicht gegen den lauernden Undav behaupten – und der Offensivpartner von Guirassy ließ sich seine Gelegenheit nicht entgehen.

Die Hessen konnten den VfB-Offensivdrang nicht entscheidend genug stoppen, obwohl Mittelfeldspieler Mario Götze wegen einer Bindehautentzündung nicht zur Verfügung stand, und gerieten sogar noch vor der Pause höher in Rückstand. Erneut war Koch beteiligt, als sein Klärungsversuch per Kopf bei Undav landete. Die Vorlage von Undav verwandelte der Flügelspieler Leweling.

Eintracht kommt nach der Pause besser in die Partie

Die Schwaben konnten den Ausfall von Stammtorwart Alexander Nübel verkraften. Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass der muskulär angeschlagene Keeper weiterhin vom FC Bayern an den VfB ausgeliehen wird, wurde Nübel durch Fabian Bredlow ersetzt. Bei einer Parade gegen den ehemaligen VfB-Profi Omar Marmoush bekam der Ersatzmann den Ball auch an den Kopf und musste behandelt werden, konnte jedoch weiterspielen.

In der zweiten Halbzeit ersetzte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller Stürmer Hugo Ekitiké für Ansgar Knauff auf dem Spielfeld. Und die nun auch aggressiveren Gäste fanden deutlich besser ins Spiel. Die Schwaben ließen es ruhiger angehen, die Frankfurter kamen zu mehr Chancen. Ekitiké verpasste eine Hereingabe (72.). Mit einem Freistoß direkt an der Strafraumgrenze zwang Marmoush VfB-Torwart Bredlow zur Parade (76.).

dpa