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Warum Manchester United wieder Angst macht

Drei Siege in Serie, Platz vier in der Premier League und eine Mannschaft, die selbst Rückschläge wegsteckt – United sendet ein klares Signal an die Konkurrenz.

Foto: Newsflash24.de

Der entscheidende Moment kommt in der 91. Minute. Fulham gleicht aus, das Stadion ist geschockt – und genau hier zeigt sich laut Markus Babbel der fundamentale Wandel.
Wenn du in der 91. Minute den Ausgleich bekommst, bist du mental eigentlich total im Eimer“, sagt Babbel im Podcast. Doch Manchester United bleibt stabil, ordnet sich neu und schlägt zurück. Der späte Siegtreffer ist für ihn kein Zufall, sondern Ausdruck mentaler Reife.

Angst entsteht durch Widerstandsfähigkeit

Für Babbel ist klar: Gegner spüren diese neue Stabilität. „Das alte Man United hätte diesen Sieg noch hergeschenkt“, ordnet er ein. Heute sei das anders. United verliere nicht mehr die Struktur, wenn etwas schiefgeht. Genau das mache die Mannschaft wieder unangenehm – und gefährlich.

Bruno Fernandes: Kein Verstecken, kein Abtauchen

Symbolfigur dieses Wandels ist Bruno Fernandes. Der Kapitän entscheidet mit Einsatz, Präsenz und Qualität. Babbel findet deutliche Worte:
Bruno Fernandes versteckt sich nicht. Der geht voran.“
Der gewonnene Zweikampf, die Flanke mit der letzten Kraft, die Vorlage zum Sieg – für Babbel klassische Leader-Momente. Cedric Pick ergänzt: „Das wäre früher anders ausgegangen – heute glaubt United bis zur letzten Sekunde.“

Carrick bringt Ordnung statt Ideologie

Ein zentrales Thema der Folge ist Michael Carrick. Für Babbel liegt der Schlüssel in der Einfachheit.
Er stellt die Spieler dahin, wo sie am besten sind“, sagt der frühere Nationalspieler. Viererkette statt Dreierkette, klare Rollen, eine erkennbare Achse. Carrick verzichte auf taktische Experimente und lasse United wieder United sein.
Babbel bringt es auf den Punkt: „Sie spielen wieder Man-United-Fußball. Umschalten, Tempo, Klarheit.“

Drei Siege, echte Glaubwürdigkeit

Siege gegen Manchester City und Arsenal sorgten für Aufmerksamkeit – doch der Erfolg gegen Fulham wiegt für Babbel besonders schwer. „Das war der erste echte Drucktest“, sagt Cedric Pick. United hatte diesmal etwas zu verlieren – und bestand. Platz vier sei deshalb kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat konsequenter Arbeit.

Warum die Premier League wieder hinschaut

Manchester United macht wieder Angst, weil es berechenbar gut ist. Nicht spektakulär chaotisch, sondern stabil gefährlich. Babbel stellt die entscheidende Frage:
Warum sollte man etwas ändern, wenn es erfolgreich läuft?
Solange diese Struktur hält, ist United wieder ein Faktor – sportlich wie mental.

TS