Wellinger ist auch in Lahti der beste deutsche Skispringer. Der Führende im Gesamtweltcup scheidet dagegen schon nach einem Sprung aus. Besondere Aufmerksamkeit erregt zudem ein 51-Jähriger.
Wellinger springt in Lahti auf Platz zwei und holt auf

Skispringer Andreas Wellinger hat im finnischen Lahti den zweiten Platz belegt und ist im Gesamtweltcup näher an Rang eins herangerückt. Der 28-Jährige sprang 129,5 und 126,5 Meter weit und holte damit 80 Punkte. «Speziell der zweite Sprung war extrem gut», sagte Wellinger im ZDF und freute sich.
Stefan Kraft, der Gesamtführende aus Österreich, schied bei wechselhaften Windbedingungen überraschend nach dem ersten Durchgang aus und erhielt keine Punkte. Ryoyu Kobayashi aus Japan, der in der Saisonwertung auf dem zweiten Platz liegt, landete auf dem dritten Rang. Wellinger liegt nun 288 Punkte hinter Kraft und 79 Punkte hinter Kobayashi. Der Sieger erhält 100 Punkte, der 30. Platz noch einen Punkt.
Lovro Kos aus Slowenien sicherte sich den Tagessieg. Stephan Leyhe wurde als Elfter der zweitbeste Deutsche. Karl Geiger, der langjährige Leistungsträger, sucht weiterhin nach seiner Form. Der Oberstdorfer landete nur auf dem 27. Platz.
572. Weltcup-Start für 51 Jahre alten Kasai
Die japanische Skisprung-Legende Noriaki Kasai erregte besondere Aufmerksamkeit. Der 51-Jährige nahm erstmals seit 2019 wieder an einem Weltcup in Europa teil. Damals wurde er in Klingenthal 33., dieses Mal belegte er Rang 38.
«Ich bin überglücklich, mit 51 wieder dabei sein zu dürfen. Das ist das Beste, was mir passieren konnte», hatte er dem ZDF zuvor gesagt. Über seinen Landsmann und Vierschanzentourneesieger Kobayashi sagte er mit einem Lächeln: «Vielleicht habe ich ihm einfach zu viel beigebracht.» Für Kasai war es der 572. Weltcup-Start der Karriere. 1988 war er erstmals im Weltcup gesprungen. Wellinger war damals noch nicht geboren.








