Die meisten deutschen Skispringer haben ihre Hochform aus dem Dezember eingebüßt. Vor der Flug-WM gibt es nur einen echten Mutmacher – und der hat kräftig Hunger.
Fleisch und Pommes: Wellinger einzige Hoffnung für Flug-WM

Andreas Wellinger belohnte sich nach seiner nächsten herausragenden sportlichen Leistung mit einem herzhaften Stück Fleisch und reichlich Pommes. Auch Ketchup und Mayo durften für Deutschlands führenden Skispringer beim traditionellen Rippchenessen in Zakopane, Polen, nicht fehlen.
Der Olympiasieger ist bestens vorbereitet und in absoluter Topform wenige Tage vor der Skiflug-WM. Er gilt als einzige echte Medaillenhoffnung auf der Riesenanlage am Kulm.
In Zakopane führte Wellinger das deutsche Quartett, das ansonsten schwächelte, mit Sprüngen auf 138,5 und 137,5 Meter auf den dritten Platz. Am nächsten Tag belegte er im Einzelwettbewerb, bei dem Topfavorit Stefan Kraft aus Österreich gewann, den zweiten Platz und stand somit erneut auf dem Podest.
«Der Weg ist der richtige. Ich freue mich aufs Skifliegen», sagte der 28 Jahre alte Wellinger nach dem erfolgreichen Wochenende. Hinter Kraft, der mit seinem 109. Einzel-Podestplatz den alleinigen Rekord des Finnen Janne Ahonen übernahm, und Wellinger wurde Anze Lanisek aus Slowenien Tagesdritter.
Viele Probleme im deutschen Team
Auch zwei Wochen nach Gesamtrang zwei bei der Vierschanzentournee ist Wellinger konstant stark. Bei der neu eingeführten Polen-Tour gelangen ihm immer wieder sportliche Höhepunkte wie bei dem Schanzenrekord in Wisla. «Andi hat es super gemacht, sein zweiter Sprung war sehr gut», sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.
Wellinger wird in Bad Mitterndorf, wo am Freitag und Samstag ein neuer Skiflug-Weltmeister im Einzel gesucht wird, einer der Hauptkandidaten auf eine Medaille sein. Im Teamfliegen am Sonntag könnte es jedoch schwieriger werden, da das deutsche Team neben dem konstanten Ruhpoldinger einige Probleme ins neue Jahr mitgenommen hat.
Pius Paschke (15.) und Karl Geiger (23.) haben in diesem Winter schon Weltcup-Einzel gewonnen, hängen aber mittlerweile deutlich hinterher. Stephan Leyhe und Constantin Schmid schafften es im Einzel nicht einmal in den zweiten Durchgang. «Wir haben eine hohe Qualität, aber wir müssen sie auch abrufen», sagte Geiger nach dem Teamspringen. Es gehe momentan «nicht leicht von der Hand».
In der Flugphase gebe es noch einiges zu tun, merkte Cheftrainer Horngacher an. «Wir müssen noch lockerer werden im Flug fürs Skifliegen», forderte der Coach. Als echter Garant bleibt aktuell nur Wellinger.








