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Spannung vor Darts-WM-Finale in London

Littler und van Veen stehen im Finale nach überzeugenden Halbfinals. Generationswechsel im Darts sichtbar.

Steht erstmals im WM-Finale: Gian van Veen.
Foto: Dave Shopland/AP/dpa

Zum Abschluss der ersten Darts-WM mit 128 Profis findet im Alexandra Palace in London ein besonderes Highlight statt. Titelverteidiger Luke Littler aus England tritt am Abend (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) gegen den niederländischen Europameister Gian van Veen an. Der Gewinner erhält neben der imposanten Sid-Waddell-Trophäe auch ein Rekordpreisgeld von einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro).

In den Halbfinals haben sich Littler (6:1 gegen Landsmann Ryan Searle) und Van Veen (6:3 gegen den Schotten Gary Anderson) souverän durchgesetzt. Das Duell zwischen dem 18-jährigen Littler und dem 23-jährigen van Veen symbolisiert den vollzogenen Generationswechsel im Darts, wo die Weltspitze nun von jungen Profis dominiert wird, anders als früher.

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Der Favorit

Das ist Littler. «The Nuke» (die Atombombe), wie der Engländer genannt wird, ist problemlos durch die WM gerauscht und hatte nur beim 4:2 gegen Rob Cross im Achtelfinale überhaupt Probleme. Nach 2024 und 2025 ist es bereits das dritte WM-Finale für den Jungstar, der sich seinen zweiten Titel im Ally Pally sichern möchte. «Jeder weiß, was Luke kann. Ich muss morgen mein Bestes geben, sonst wird es ein sehr schwieriges Spiel», sagte van Veen.

Die WM-Bilanz

In seinem ersten Jahr gewann Littler sechs von sieben Spielen, in seinem Jahr als Weltmeister waren es sechs von sechs. Nach sechs weiteren Siegen bei dieser WM steht der Weltranglistenerste bei einer Bilanz von 18 Siegen und einer Niederlage. Van Veen hingegen brauchte beim wichtigsten Turnier der Welt etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Bei seinen ersten beiden Teilnahmen verlor er jeweils sein erstes Spiel, im Vorjahr gegen den Deutschen Ricardo Pietreczko.

Das Ranking

Littler wird trotzdem mit einem enormen Vorsprung die Nummer eins der Weltrangliste bleiben. Sollte er das Finale gewinnen, würde er über 1,5 Millionen Pfund vor seinem langjährigen Rivalen Luke Humphries liegen, der im Viertelfinale der Weltmeisterschaft an van Veen scheiterte. Littler könnte dann vorerst nicht von der Spitze verdrängt werden – selbst wenn er für mehr als ein halbes Jahr nicht mehr spielen würde. Van Veen belegt derzeit den dritten Platz und könnte mit dem Titel den zweiten Rang einnehmen.

Pfiffe und Buhrufe

Beide Profis haben auf dem Weg ins WM-Finale Buhrufe und Pfiffe kassiert. Littler erwischte es bereits im Achtelfinale gegen Cross, woraufhin er sich von der Bühne aus mit den Anhängern anlegte. «Ihr bezahlt für Tickets und ihr bezahlt mein Preisgeld. Danke, dass ihr mich ausbuht», sagte Littler mit rotem Kopf in Richtung der Fans. 

Van Veen wurde im Halbfinale ausgepfiffen, da das Publikum ein längeres Spiel mit dem Publikumsliebling Anderson sehen wollte – jedoch behielt der 23-Jährige die Nerven und verhinderte ein großes Comeback des ehemaligen schottischen Weltmeisters.

dpa