Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Wer gewinnt bei Olympia Gold für Deutschland?

Der Eiskanal von Cortina soll für das deutsche Team zur Gold-Bahn werden. Doch wie groß sind die Chancen insgesamt bei den Winterspielen in Italien – ein Überblick.

Artikel hören

In Cortina sind die meisten deutschen Medaillen zu erwarten.
Foto: Michael Kappeler/dpa

Vor vier Jahren feierten die deutschen Athleten und Athletinnen bei den Olympischen Spielen in Peking zwölf Goldmedaillen. Beim Wintersport in Italien hofft der Deutsche Olympische Sportbund auf eine ähnliche Anzahl – vor allem im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo sind die Chancen groß.

Vor allem im Bob, Rodeln und Skeleton startet das deutsche Team vielversprechend – ein Duo könnte sich dabei zu den erfolgreichsten Winter-Olympioniken aus Deutschland krönen. Dies sind die größten deutschen Gold-Hoffnungen bei Olympia in Mailand und Cortina:

Felix Loch, Rodeln

Der erfahrene Felix Loch ist in hervorragender Verfassung und hat mit seinem Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof auch die Führung im Gesamtweltcup übernommen. «Ich bin schon lange nicht mehr so gut gefahren wie jetzt in diesem Moment», sagt der dreimalige Rodel-Olympiasieger. Es sind die fünften Winterspiele für den 36-Jährigen.

Erste Chance auf Gold: Einsitzer, Sonntag, 8. Februar

Emma Aicher, Ski alpin

Emma Aicher ist derzeit die beste deutsche Skirennfahrerin – und so vielseitig wie keine andere Alpin-Sportlerin auf der Welt. Die 22-Jährige hat in dieser Saison bereits eine Abfahrt und einen Super-G gewonnen und war dabei sogar schneller als der US-Star Lindsey Vonn. Aicher erreichte in dieser Saison auch zwei Podestplätze im Slalom. Sie kämpft in drei Disziplinen um Edelmetall.

Erste Gelegenheit für Gold: Abfahrt am Sonntag, 8. Februar.

Ramona Hofmeister, Snowboard

Nach einer monatelangen Pause aufgrund einer Sprunggelenkfraktur kehrte die 29-Jährige mit zwei Siegen im alpinen Snowboard-Weltcup zurück. Bei der Olympia-Generalprobe wurde die viermalige Gesamtweltcupsiegerin Zweite und gewann weiteres Selbstvertrauen für ihre insgesamt dritten Spiele. Reicht es acht Jahre nach Bronze in Pyeongchang sogar für Gold? Hofmeister wird als erste Herausforderin der überragenden Tschechin Ester Ledecka angesehen.

„Goldchance: Sonntag, 8. Februar“ – Die Gelegenheit, Gold zu erwerben, bietet sich am Sonntag, dem 8. Februar.

Tobias Wendl/Tobias Arlt, Rodeln

Sechs Goldmedaillen hat das bayerische Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt seit 2014 in Sotschi schon verbucht. Und es sieht erneut nach einem Coup für die Rodel-Doppelsitzer aus – dies würde deutschen Rekord für Winterspiele bedeuten. In Oberhof brachten sie sich mit Bahnrekord und dem 60. Weltcupsieg in Stellung. «Wenn alles zusammenkommt, dann sind wir in bestechender Form», sagen die beiden 38 Jahre alten Routiniers.

Erste Möglichkeit auf Gold: Doppelsitzer, Mittwoch, 11. Februar

Vinzenz Geiger, Nordische Kombination

Vinzenz Geiger ist rechtzeitig für die Winterspiele wieder in Topform. Beim letzten Weltcup-Wochenende vor der Reise nach Italien gewann der Olympiasieger von 2022 in Seefeld und wurde einmal Dritter. Der Oberstdorfer zählt unter den Nordischen Kombinierern insbesondere im Langlauf zu den Besten und ist für seinen beeindruckenden Schlussspurt bekannt.

Erste Möglichkeit auf Gold: Einzel, Mittwoch, 11. Februar

Jacqueline Pfeifer, Skeleton

Mit ihrem Sieg beim Weltcupfinale in Altenberg hat sich die 30-Jährige für Olympia in Stellung gebracht. Die Olympia-Zweite von Pyeongchang 2018 hatte auch das Auftaktrennen auf der neuen Olympia-Bahn gewonnen. «Ich fahre mit einem guten Gefühl zu den Olympischen Winterspielen», sagte die Zweite im Gesamtweltcup. Ihr ohnehin schon schneller Skeleton-Schlitten hat für Olympia ein weiteres Update bekommen.

Erste Möglichkeit auf Gold: Einzel, Samstag, 14. Februar

Laura Nolte, Bob

Der Weg zu Gold führt in beiden Disziplinen nur über die 27 Jahre alte Laura Nolte. «Ich nehme die Favoritenrolle an, das macht uns nichts. Das sind wir die letzten Jahre schon oft gewesen», sagte Nolte, die in Peking 2022 Gold mit Deborah Levi holte. Im Sommer hat sie ihre Sprintfähigkeiten gesteigert. Das macht sich auch im Monobob bemerkbar.

Erste Möglichkeit auf Gold: Monobob, Montag, 16. Februar.

Minerva Hase/Nikita Volodin, Eiskunstlauf

Die Paarläufer sind die großen Goldhoffnungen des deutschen Eiskunstlauf-Teams. Bei der WM in Boston im vergangenen Jahr erreichten sie den zweiten Platz und verpassten knapp den Titel. Bei den Olympischen Spielen träumen Hase/Volodin nun vom Gold-Coup. Bei der EM in Sheffield musste das Duo zuletzt mit dem zweiten Platz und schwankenden Leistungen jedoch einen Rückschlag hinnehmen.

„Goldchance: Montag, 16. Februar“

Francesco Friedrich, Bob

Francesco Friedrich, der Rekordweltmeister, strebt sein drittes Gold-Double in Folge an. Allerdings hat sein Ansehen als Dominator in dieser Olympia-Saison etwas gelitten. Johannes Lochner gewann beide Gesamt-Weltcups und dominierte vor allem im Zweierbob mit Anschieber Georg Fleischhauer. Zuletzt gewann zweimal Adam Ammour und war der glückliche Dritte.

Erste Gelegenheit für Gold: Zweierbob, Dienstag, 17. Februar

dpa