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Wer stoppt Novak Djokovic in Australien?

Das erste Highlight des Tennis-Jahres steht an: die Australian Open. Die Favoriten unterscheiden sich nicht von denen 2023. Dennoch ist einiges anders.

Novak Djokovic ist bei den Australian Open der große Favorit.
Foto: Aaron Favila/AP/dpa

Das Tennis-Jahr hat aus deutscher Perspektive vielversprechend begonnen, mit dem Triumph beim United Cup. Jetzt steht das erste Highlight der Saison an, die Australian Open.

Die Deutsche Presse-Agentur bietet eine Zusammenfassung der deutschen Profis, der Favoriten und anderer wichtiger Informationen.

Wann finden die Australian Open statt?

Das Turnier im Melbourne Park beginnt erstmals am Sonntag, wodurch sich die erste Runde über drei Tage erstreckt. Dadurch soll der Spielplan entlastet werden. Die Entscheidung bedeutet jedoch vor allem einen zusätzlichen Tag Einnahmen für die Veranstalter, insbesondere für den geschäftigen Turnierdirektor Craig Tiley. Das Damenfinale findet am 27. Januar statt, während der Herrenchampion am 28. Januar ermittelt wird.

Wo wird gespielt?

Im Melbourne Park befinden sich 24 Hartplätze, und die großen Duelle finden in der Rod Laver Arena statt, die Platz für 14.800 Zuschauer bietet. Insgesamt gibt es drei Arenen mit Schiebedächern, die bei Regen geschlossen werden können.

Welche Chancen haben die Deutschen?

Zum Jahresbeginn zeigt Alexander Zverev bereits eine Topform. Beim United Cup in Sydney gewann der Olympiasieger vier von fünf Einzeln und besiegte starke Gegner wie den Griechen Stefanos Tsitsipas oder den Polen Hubert Hurkacz. In Melbourne war Zverev 2023 bereits in der zweiten Runde ausgeschieden, damals war er jedoch nach seiner schweren Fußverletzung noch nicht richtig fit. Bei den Herren ist zudem Jan-Lennard Struff gesetzt, der im letzten Jahr aufgrund einer langen Verletzung fehlte und noch seinen Rhythmus sucht.

Bei den Frauen kehrt Angelique Kerber auf die große Tennisbühne zurück. Obwohl sie beim United Cup vier ihrer fünf Einzel verloren hat, hat sie bereits vielversprechende Ansätze gezeigt. Es ist sicher, dass die Melbourne-Siegerin von 2016 nicht um den Titel kämpfen wird. Mit etwas Glück in der Auslosung könnte Kerber jedoch einige Runden überstehen. Tatjana Maria, Laura Siegemund und Tamara Korpatsch sind ebenfalls sicher im Hauptfeld.

Wer sind die Topfavoriten?

Es gibt keinen Weg an Novak Djokovic vorbei, wenn es um die Herren geht. Auf keinem Platz auf der Welt war der Weltranglisten-Erste so erfolgreich wie in der Rod Laver Arena, wo er im letzten Jahr zum zehnten Mal den Titel gewonnen hat. Zu den Herausforderern des Serben gehören neben Zverev vor allem der Italiener Jannik Sinner, der Spanier Carlos Alcaraz und der Russe Danill Medwedew. Rafael Nadal kann aufgrund einer Verletzung nicht antreten.

Die Favoritin bei den Damen ist die Polin Iga Swiatek. Sie gewann zum Abschluss des vergangenen Jahres die WTA Finals und hat zu Beginn der neuen Saison alle fünf Einzel beim United Cup gewonnen. Weitere Titelhoffnungen gibt es für die Weltranglisten-Zweite Aryna Sabalenka aus Belarus, die Brisbane-Siegerin Jelena Rybakina aus Kasachstan und die Amerikanerin Coco Gauff, die vergangene Woche in Auckland triumphierte.

Was ist sonst interessant?

In Melbourne sind so viele Mütter wie noch nie am Start. Neben Kerber gibt auch die Japanerin Naomi Osaka nach der Geburt ihres Kindes im Sommer ihr Comeback. Die Dänin Caroline Wozniacki kehrte bereits im vergangenen Jahr zurück, Jelena Switolina aus der Ukraine ist seit der Geburt ihrer Tochter stärker als je zuvor. Die Kinderbetreuung im Melbourne Park wird also alle Hände voll zu tun haben.

Wie hoch ist das Preisgeld?

Bei den Australian Open gibt es so viel Geld zu verdienen wie noch nie zuvor. Es werden insgesamt 86,5 Millionen Australische Dollar (ca. 53 Millionen Euro) als Preisgeld ausgezahlt. Die Sieger bei den Herren und Damen erhalten jeweils 3,15 Millionen Australische Dollar (1,92 Millionen Euro) für den Titelgewinn. Auch Spielerinnen und Spieler, die früh ausscheiden, erhalten mehr Geld. Ein Verlierer in der ersten Runde erhält dennoch etwa 120.000 Australische Dollar (ca. 73.000 Euro).

Wo kann ich die Australian Open im TV sehen?

Die Übertragung der Spiele erfolgt bei Eurosport. Der Sender berichtet erneut aus seinem Studio in München-Unterföhring und setzt erneut auf prominente Experten. Auch Boris Becker wird die Spiele aus Deutschland kommentieren und analysieren, obwohl sein Schützling Holger Rune aus Dänemark in Melbourne aktiv ist. Die Damen-Begegnungen werden von Barbara Rittner fachlich begleitet. Insgesamt zeigt Eurosport mehr als 260 Stunden Live-Tennis auf den linearen Eurosport-Sendern. Alle Spiele können live und auf Abruf im Streamingdienst discovery+ verfolgt werden.

dpa