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Hamilton verlässt Mercedes: Wer wird sein Nachfolger bei Ferrari?

Mercedes sucht nach einem geeigneten Nachfolger für Lewis Hamilton, darunter sind ehemalige Weltmeister wie Sebastian Vettel und Fernando Alonso, aber auch junge Talente wie Mick Schumacher und Max Verstappen.

Formel-1-Superstar Lewis Hamilton fährt ab 2025 für Ferrari.
Foto: Denes Erdos/AP/dpa

Der überraschende Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari im Jahr 2025 führt dazu, dass eines der begehrtesten Cockpits der Formel 1 frei wird. Mercedes hat diesmal mehr Zeit, um einen geeigneten Nachfolger für den Superstar zu finden, im Gegensatz zum Blitzrücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg im Dezember 2016. Damals war Mercedes unter großem Zeitdruck. Der Finne Valtteri Bottas wurde damals von Williams abgeworben.

«Wir akzeptieren die Entscheidung von Lewis, sich einer neuen Herausforderung zu stellen, und uns bieten sich gleichzeitig aufregende Möglichkeiten für die Zukunft», erklärte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Er kann nun in Ruhe mehrere Optionen prüfen. Darunter sind auch ehemalige Weltmeister.

Sebastian Vettel (36): Der viermalige Weltmeister hatte Ende 2022 genug. Vettel freute sich nach zwei enttäuschenden Jahren mit Aston Martin, mehr Zeit für die Familie und eigene Pläne zu haben, ganz ohne das streng durchgetaktete Formel-1-Leben. Mercedes könnte für den Privatier aber reizvoll sein. Vettels Idol Michael Schumacher hatte von 2010 bis 2012 auch eine Rückkehr in die Formel 1 beim Werksteam gegeben. «So etwas kann man nie ausschließen, aber irgendwann ist die Zeit vorbei», meinte Vettel im vergangenen Jahr zu einem Comeback. Zuletzt hatte er mit einem Engagement in der Langstrecken-WM geliebäugelt.

Mick Schumacher (24): Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher steht ja schon bei Mercedes unter Vertrag – allerdings als Ersatzpilot. Wie auch schon 2023. Sonst ist Mick Schumacher in diesem Jahr noch für Alpine in der Langstrecken-WM aktiv. Er konnte zuletzt von Hamilton und George Russell lernen, wurde gleichzeitig auch für die wertvolle Arbeit im Simulator gelobt. Er wolle den Verantwortlichen in der Formel 1 beweisen, «dass ich immer noch eine Chance in der Königsklasse des Motorsports verdiene und hierher gehöre», versicherte Schumacher unlängst. Bewegung auf dem Fahrermarkt kann nur gut für den ehemaligen Formel-2-Champion sein.

Fernando Alonso (42): Es gibt kaum einen Formel-1-Fahrer, der so schnell ist wie der Spanier, und kaum einer ist so clever. Selbst mit 42 Jahren jagt Alonso immer noch seinem Traum vom dritten Weltmeistertitel hinterher. Der Start mit Aston Martin war vielversprechend, aber ab der Mitte der Saison wurde das von einem Mercedes angetriebene Auto immer mehr abgehängt. Dennoch schaffte es Alonso auf den vierten Platz in der Weltmeisterschaft. Zeigt Aston Martin im Jahr 2024 Titelpotenzial? Zumindest versteht sich der eigenwillige Asturier schon einmal gut mit George Russell. An Silvester feierte Alonso unter anderem mit dem Briten und seiner Freundin Carmen.

Carlos Sainz (29): Der Spanier wäre frei ab 2025. Ob Carlos Sainz aber der Richtige für den einstigen Branchenführer Mercedes ist? In bisher drei Jahren bei Ferrari an der Seite von Charles Leclerc konnte er sich nicht als Alpha-Pilot positionieren. Der frühere Mercedes-Zögling Esteban Ocon (27) von Alpine wäre ein anderer möglicher Kandidat. Teamchef Toto Wolff sah einst in dem Franzosen einen «Superstar der Zukunft».

Kann Mercedes selbst eine Sensationsnachricht schaffen? Zum Beispiel mit Max Verstappen (26)? Wolff schätzt den dreimaligen Weltmeister natürlich. Aber Verstappen fährt für Branchenprimus Red Bull – und hat noch einen Vertrag bis Ende 2028. Auch der hochbegabte Lando Norris (24) könnte in die Verlosung geraten. Der Engländer hat zwar erst kürzlich einen neuen langfristigen Vertrag bei McLaren unterzeichnet, aber der Draht nach Woking ist kurz. Denn die Briten beziehen Motoren von Mercedes.

dpa