Henrik Janssen und Steven Richter für drei Monate auf Bewährung gesperrt. Sie wussten nicht, dass solche Wetten verboten sind.
Diskuswerfer wegen Verstößen gegen Wettregeln gesperrt

Die deutschen Diskuswerfer und WM-Teilnehmer Henrik Janssen und Steven Richter wurden jeweils für drei Monate auf Bewährung gesperrt, weil sie gegen die Wettregeln des Leichtathletik-Weltverbands World Athletics verstoßen haben. Diese Information wurde von der unabhängigen Integritätskommission (AIU) des Weltverbands bekannt gegeben.
Laut den Angaben hatten Janssen und Richter im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Tokio Wetten auf ihre Teamkollegen abgeschlossen. Janssen soll insgesamt drei Wetten im Wert von 100 Euro platziert haben. Richter hingegen soll eine Wette in Höhe von 40 Euro abgeschlossen haben.
Janssen und Richter wussten angeblich nichts vom Wettverbot
Beide haben zugegeben, gegen die Regeln verstoßen zu haben und behaupteten, dass sie nicht wussten, dass solche Wetten verboten sind. Nach entsprechenden Hinweisen hätten sie keine weiteren Wetten abgeschlossen. Darüber hinaus haben sie erfolglos versucht, ihre Wetten zu stornieren. Der Mangel an Aufklärung über Wetten und ihre Geständnisse wurden als strafmildernd angesehen, so die AIU.
Richter schied bei der Weltmeisterschaft in Tokio in der Qualifikation aus, während Janssen im Finale den zwölften Platz belegte, ohne einen gültigen Versuch zu haben. Ein Jahr zuvor war der 27-Jährige bei den Olympischen Spielen in Paris in der Qualifikation gescheitert.
«Die Regeln von World Athletics zu Wetten sollen sicherstellen, dass die Ergebnisse in unserem Sport ausschließlich durch Leistung bestimmt werden. Die AIU verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verstößen gegen die Wettregeln, da diese das Herzstück der Integrität des Sports treffen», erklärte AIU-Chef Brett Clothier. Die Sanktionen seien eine «klare Erinnerung», dass es in der Leichtathletik keinen Platz für Wettverstöße gebe.
Auch Französin sanktioniert
Die französische Mittelstreckenläuferin Aurore Fleury wurde neben den beiden deutschen Sportlern sanktioniert. Sie setzte bei den Europameisterschaften 2024 in Rom 2.000 Euro auf eine Teamkollegin und gewann 5.000 Euro.
Fleury erhielt eine sechsmonatige Sperre ab dem 1. September 2025 und muss 3.000 Euro zahlen, die für wohltätige Zwecke bestimmt sind.








