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Neues Champions-League-Format sorgt für mehr Spannung und höhere Einnahmen

Europa League und Conference League in neuem Format mit 36 Teams pro Saison, mehr Topduelle und höhere Einnahmen erwartet

Alles anders: Die Champions League wird in der neuen Saison ebenso wie Europa League und Conference League in einem neuen Format ausgetragen.
Foto: Tom Weller/dpa

Nach der Finalniederlage in Wembley trauert auch die Frankfurter Eintracht mit Borussia Dortmund. Aufgrund der Niederlage des BVB erhält der hessische Bundesligist keinen zusätzlichen Startplatz in der kommenden Saison der Champions League. Die Eintracht muss sich stattdessen mit der Europa League zufriedengeben. Neben dem BVB sind Meister Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart, Bayern München und RB Leipzig in der Champions League vertreten.

Die Königsklasse Europas wird in der kommenden Saison zusammen mit der Europa League und der Conference League in einem neuen Format gespielt. Dies soll laut UEFA für mehr Spannung sorgen und zu deutlich steigenden Einnahmen in Milliardenhöhe führen, auch wenn es für viele zunächst ungewohnt sein wird.

Wie viele Teams treten künftig in der Königsklasse an?

Das Teilnehmerfeld der Champions League wird um vier Teams auf 36 Mannschaften aufgestockt. Zwei dieser Plätze gehen an Verbände, deren Mannschaften in der aktuellen Europapokal-Saison kollektiv am besten abgeschnitten haben. Italien und Deutschland haben sich über die Jahreswertung einen fünften Startplatz für 2024/25 gesichert. Deshalb war der BVB als Bundesliga-Fünfter schon vor dem Finale gegen Real Madrid sicher für die Champions League qualifiziert.

Wie sieht der Spielplan dann künftig aus?

Der wesentliche Unterschied zu bisher: Die Vierergruppen werden abgeschafft. Stattdessen wird eine Gesamttabelle aller 36 Teams über das Weiterkommen entscheiden. Jedes Team wird acht Hauptrundenspiele bestreiten, also zwei mehr als im bisherigen Format. Dabei werden die Vereine jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspiele gegen acht verschiedene Gegner spielen.

Wie werden die Gegner ermittelt?

Ähnlich wie bisher findet vor Beginn der Saison eine Auslosung statt, bei der die Vereine je nach Stärke in vier Töpfe mit jeweils neun Teams eingeteilt werden. Jeder Club wird zwei Gegnern pro Topf zugelost, darunter auch zwei aus dem eigenen Topf. Dies führt dazu, dass es bereits in der Hauptrunde zu Spitzenspielen zwischen europäischen Fußball-Schwergewichten wie Manchester City, Real Madrid oder Bayern München kommen kann. Es ist ausgeschlossen, dass zwei Teams aus dem gleichen Land gegeneinander antreten. Die Europa League umfasst ebenfalls acht Hauptrundenspieltage, während die Conference League sechs hat.

Was erhofft sich die UEFA von dem neuen Modus?

Es gibt mehr Spiele, die Einnahmen steigen. Die UEFA prognostiziert insgesamt 4,4 Milliarden Euro pro Saison für alle Europapokalwettbewerbe. Der Verband hofft außerdem auf ein größeres Interesse der Fans an der ersten Phase, da auch Topspiele anstehen. Die UEFA setzt auch auf mehr Spannung, da der Einzug in die Playoffs und die Position in der K.o.-Phase nun häufiger bis zum letzten Spieltag der Hauptrunde offen sind.

Und wie geht es danach in der K.o.-Phase weiter?

Die ersten acht Teams haben sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Zwischen den Clubs auf den Tabellenplätzen 9 bis 24 werden unter Berücksichtigung ihrer Platzierung acht K.o.-Partien ausgelost. Nach Hin- und Rückspiel wird festgelegt, wer die Achtelfinals vervollständigt. Dort wird die nächste Auslosung durchgeführt, immer unter Berücksichtigung der Tabelle aus der ersten Phase. Bei der Achtelfinal-Auslosung wird der gesamte Weg bis zum Finale festgelegt. Der Erst- und Zweitplatzierte der Vorrunde können erst im Endspiel aufeinandertreffen.

Was ist sonst noch neu?

Anders als zuvor gibt es keinen Übergang mehr zwischen Champions League, Europa League und Conference League. Für die Mannschaften, die es nicht in die K.o.-Runden und das Achtelfinale schaffen, endet die internationale Saison. Aufgrund der Erweiterung der Wettbewerbe und des neuen Modus gibt es zudem mehr Wochen Europacup: Die Champions League und Europa League starten im September, die Spieltage sieben und acht der Gruppenphase finden erst im Januar statt.

Am letzten Spieltag werden alle 18 Partien gleichzeitig angepfiffen, aus Fairplay-Gründen ähnlich wie beim Bundesliga-Finale. Im Februar beginnt die erste K.o.-Phase in den drei Wettbewerben, gefolgt von den Achtel-, Viertel- und Halbfinals sowie den Endspielen von März bis Mai.

dpa