Nach dem umstrittenen Afrika-Cup-Finale erhält Marokko überraschend den Titel, was zu massiven Protesten aus Senegal führt. Der senegalesische Verband plant, gegen die Entscheidung vor den Internationalen Sportgerichtshof zu ziehen.
Wie reagiert Senegal auf die überraschende Titelvergabe an Marokko?

57 Tage nach dem umstrittenen Finale des Afrika-Cups hat Marokko, trotz der sportlichen Niederlage gegen Senegal, überraschend den Titel zugesprochen bekommen. Die Reaktionen aus dem Senegal sind von Wut, scharfen Äußerungen und Provokationen geprägt.
Überraschende Entscheidung des CAF
Am späten Dienstagabend kam es zu einer unerwarteten Wendung: Das Berufungsgericht des afrikanischen Fußball-Verbands CAF gab dem Einspruch der marokkanischen Seite statt. Es wertete die von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen geprägte Finalpartie vom 18. Januar mit 3:0 für die Gastgeber in Rabat. Senegal hatte das von Tumulten begleitete Spiel nach Verlängerung mit 1:0 gewonnen und plant nun, gegen die nachträgliche Aberkennung des Titels Einspruch zu erheben.
Senegal kündigt rechtliche Schritte an
Der senegalesische Fußballverband zeigt sich entschlossen, die Entscheidung nicht hinzunehmen und will vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow äußerte sich dazu im staatlichen Rundfunk RTS:
„Wir werden Kontakt mit unseren Anwälten aufnehmen und Rechtsmittel einlegen. Wir werden vor nichts zurückschrecken. Das Recht ist auf unserer Seite,“
und bezeichnete die Entscheidung des Berufungsgerichts als „Schande für Afrika“.
Emotionale Reaktionen der Spieler
Unter den senegalesischen Spielern herrscht eine Mischung aus Wut und Entsetzen, die sich auch in Sticheleien und Provokationen äußert. Moussa Niakhaté von Olympique Lyon teilte auf seinen Social-Media-Kanälen mehrere Fotos, auf denen er mit der Trophäe des Afrika-Cups zu sehen ist, und kommentierte dies mit der provokanten Botschaft:
„Kommt und holt sie euch.“
In einer weiteren Nachricht fügte er hinzu:
„Das ist keine KI, das ist echt.“
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