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Wolfgang Paul: Verdienste eines BVB-Helden und seine letzte Reise

Wolfgang Paul, Kapitän der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966, ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke im Herzen vieler Fußballfans und bei Borussia Dortmund.

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Trauer um Wolfgang Paul: BVB-Legende verstorben
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Wolfgang Paul: Ein Leben für den Fußball

Wolfgang Paul, ein herausragender Akteur im Fußball und Kapitän der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966, ist am 28. Juni 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben. Er erlag den Folgen einer Lungenentzündung. Der Verlust betrifft Borussia Dortmund tief, da mit ihm eine der größten Vereinslegenden von uns gegangen ist. Paul war nicht nur für seine sportlichen Erfolge bekannt, sondern auch für seine Bescheidenheit sowie seine Loyalität gegenüber dem Verein.

Ein persönliches Andenken

In seinem Wohnort Bigge-Olsberg hatte Wolfgang Paul ein kleines Museum eingerichtet, um seine beeindruckende Karriere zu dokumentieren. In diesem persönlichen Raum sind Trikots, Trophäen und Fotos ausgestellt, die seine Erfolge festhalten. Besonders bedeutsam ist ein Ball aus dem Weltmeisterschaftsfinale 1966, der für Paul eine wichtige Erinnerung darstellt. Zusammen mit seiner Frau Almuth bereiste er verschiedene Länder, darunter Südafrika und Australien, wo sie viele unvergessliche Erlebnisse sammelten.

Karriere und Erfolge

Die Fußballlaufbahn von Wolfgang Paul begann bei Borussia Dortmund, wo er 1963 als junger Spieler debütierte. Zu diesem Zeitpunkt war er minderjährig, weshalb sein Vater seinen ersten Vertrag unterschrieb. In den folgenden Jahren feierte Paul zahlreiche Erfolge mit dem BVB, darunter die Deutsche Meisterschaft 1963, den DFB-Pokal 1965 und den Europapokal der Pokalsieger 1966. Trotz seiner Erfolge blieb er stets bodenständig und strebte nicht nach den finanziellen Vorteilen, die viele seiner Kollegen suchten.

Ein Vorbild in der Gemeinschaft

Als Spieler war Wolfgang Paul nicht nur talentiert, sondern auch ein Vorbild für viele. Der ehemalige Präsident Dr. Reinhard Rauball verlieh ihm den Spitznamen „Stopper“. Paul selbst beschrieb seine Robustheit und Langlebigkeit mit dem Bild einer Eiche, die stark und beständig ist. Diese Eigenschaften spiegelten sich sowohl in seinem Spielstil als auch in seinem Charakter wider.

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Ein Held in der Not

Ein bemerkenswerter Moment in Pauls Leben ereignete sich 1965 am Gardasee, als er einen Jungen vor dem Ertrinken rettete. Trotz dieser heldenhaften Tat wollte Paul nicht im Rampenlicht stehen und hielt die Geschichte über Jahre geheim. Erst viele Jahre später wurde seine Tat bekannt, was ihm jedoch nicht wichtig war. Für ihn war es selbstverständlich, in einer Notsituation Hilfe zu leisten.

Ein letzter Abschied

Vor seinem 85. Geburtstag sprach Wolfgang Paul in einem letzten Interview über seine Karriere und die Erinnerungen, die er gesammelt hatte. Er reflektierte über seine Zeit im Fußball und die wenigen verbliebenen Mitglieder der 66er Mannschaft. Mit seinem Tod bleibt nur noch eine Handvoll Spieler dieser legendären Mannschaft am Leben. Paul hinterlässt eine Lücke im Herzen vieler Fans und wird als treue Seele und aufrichtiger Mensch in Erinnerung bleiben.

Die Reaktionen auf seinen Tod

Die Nachricht von Wolfgang Pauls Tod hat in der Welt des Fußballs große Trauer ausgelöst. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke äußerte sich betroffen und bezeichnete Paul als mehr als nur einen Freund. Er würdigte Paul als bescheidenen und bodenständigen Menschen, der Borussia Dortmund wie kaum ein anderer verkörperte. Auch Carsten Cramer, Geschäftsführer des Vereins, hob die Bedeutung von Paul für den Club hervor und sprach von der Trauer, die sein Verlust hinterlässt.

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Ein bleibendes Vermächtnis

Wolfgang Paul wird nicht nur als erstklassiger Spieler, sondern auch als Mensch in Erinnerung bleiben. Seine Hingabe zum Fußball und seine Loyalität gegenüber Borussia Dortmund sind beispielhaft. In der schwarzgelben Welt herrscht Trauer, während Fans und Weggefährten um einen der Größten trauern. Sein Erbe wird in den Herzen der Menschen weiterleben, die ihn gekannt und geschätzt haben.


Quellen: kicker, Der „Stopper“ ist gegangen: Wir trauern um Wolfgang Paul, „Ein ganz feiner Mensch“: BVB-Legende Wolfgang Paul gestorben

Bildquelle: depositphotos

TS