Die Endrunde mit den acht besten Spielerinnen findet vom 2. bis 9. November statt, mit einem Rekordpreisgeld.
Neuer Standort für WTA Finals in Saudi-Arabien

Ab diesem Jahr wird Saudi-Arabien die WTA Finals ausrichten und dadurch seinen Einfluss im Weltsport vergrößern. Die Vereinbarung zwischen dem saudischen Tennisverband und der Frauentennis-Organisation WTA gilt laut WTA zunächst bis 2026.
Die Finalrunde mit den besten acht Einzel- und Doppelspielerinnen findet in dieser Saison vom 2. bis 9. November statt. Es wird ein Rekordpreisgeld von 15,25 Millionen Dollar ausgeschüttet, was rund 14,05 Millionen Euro entspricht. Dieser Betrag soll in den nächsten beiden Jahren noch erhöht werden.
Saudi-Arabien bemüht sich seit einiger Zeit, seinen Einfluss im Tennis zu erweitern. Es wurde kürzlich bekannt, dass der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) zwei Milliarden US-Dollar für die Masters-Turniere der ATP und WTA Tour bieten soll. Dabei handelt es sich um Events der zweithöchsten Kategorie bei den Herren und Damen hinter den vier Grand Slams, die bisher von ATP und WTA getrennt veranstaltet werden.
Saudi-Arabien investiert massiv in den Sport
Zudem wurde zu Beginn des Jahres Rafael Nadal als Tennis-Botschafter des Landes vorgestellt. Im Oktober soll darüber hinaus ein Turnier unter dem Titel «Six Kings Slam» stattfinden, an dem die Topstars der Branche wie Novak Djokovic, Nadal, Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Daniil Medwedew teilnehmen sollen.
Saudi-Arabien investiert über seinen Staatsfonds seit Jahren massiv in den Sport und ist unter anderem auch bereits ins Fußball-, Box- und Formel-1-Geschäft groß eingestiegen. Offizielle Ziele des Staatsplans «Vision 2030» sind die Diversifizierung der Wirtschaft, weniger Abhängigkeit vom Öl, eine Öffnung des Landes auch für Touristen und attraktive Angebote für die eigene Bevölkerung. Doch dem Königreich wird auch vorgeworfen, mit dem Engagement im Sport von seinen Verstößen gegen Menschenrechte abzulenken und sein Image verbessern zu wollen.








