Die sportliche Krise zwingt Real zur Trennung. Neuer Coach Arbeloa soll das Team wieder auf Kurs bringen.
Real Madrid trennt sich von Trainer Xabi Alonso

Real Madrid und Trainer Xabi Alonso haben ihre Zusammenarbeit nach etwa sechs Monaten bereits wieder beendet. Das gab der spanische Fußball-Rekordmeister einen Tag nach dem verlorenen Supercup-Finale gegen Erzrivale FC Barcelona bekannt.
Die Trennung vom ehemaligen Leverkusener Meistertrainer erfolgte im gegenseitigen Einvernehmen, wie Real mitteilte. Álvaro Arbeloa ist der Nachfolger von Alonso, der im letzten Sommer die zweite Mannschaft der Königlichen übernommen hatte. Zuvor hatte der 42-Jährige, der auch als Spieler viele Erfolge mit dem Club feierte, im Jugendbereich von Real gearbeitet.
Kein Glanz und hinter Barça nur die Nummer zwei
Die Königlichen reagierten auf die sportliche Krise: Neben dem verlorenen Supercup-Finale am Sonntag gegen Barça (2:3) läuft Real dem Team von Hansi Flick auch in der Meisterschaft hinterher. Der Rückstand beträgt vier Punkte. Und in der Champions League sind die Madrilenen auch nur Siebter, es drohen die Playoffs.
Der Rekordmeister hatte sich zwar zuletzt in der Meisterschaft etwas stabilisiert, aber die Auftritte waren dennoch nicht überzeugend. Das 2:3 gegen Barcelona war möglicherweise eine Niederlage zu viel für den erfolgsverwöhnten und schillernden Präsidenten Florentino Pérez. Der Kader mit Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Antonio Rüdiger und Co. sollte höchsten Ansprüchen genügen. Es wird berichtet, dass es bereits nach dem 0:2 Anfang Dezember gegen Celta Vigo eine Krisensitzung der Vereinsführung gegeben haben soll.
Alonso war von Oktober 2022 bis zum vergangenen Sommer Trainer von Leverkusen. Mit Bayer gewann er in der Saison 2023/2024 den DFB-Pokal und ohne eine einzige Niederlage auch fulminant die deutsche Meisterschaft.
Erst Traumstart, dann Talfahrt
Die Madrilenen hatten hohe Erwartungen an ihren Ex-Profi als Trainer. Zunächst schien alles nach einer Erfolgsgeschichte auszusehen: Nach dem Halbfinale bei der Club-Weltmeisterschaft konnte Alonso in den ersten 14 Pflichtspielen dieser Saison 13 Siege feiern. Es war der beste Saisonstart, den die Königlichen jemals hatten.
Jedoch begann die Talfahrt für den Spanier mit dem Starensemble ausgerechnet Anfang November in der Champions League bei seinem früheren Verein FC Liverpool (0:1). Die Wende konnte er nicht mehr schaffen.








