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Bayern München profitiert von Leverkusens Derby-Sieg

Bayer Leverkusen baut Tabellenführung aus und steht kurz vor dem deutschen Meistertitel, während Bayern München nur ein Unentschieden erreicht hat.

Jeremie Frimpong (M) brachte Bayer Leverkusen mit seinem Tor gegen den 1. FC Köln auf die Siegerstraße.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mit einem Derby-Sieg hat Bayer Leverkusen die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga weiter ausgebaut, nachdem der FC Bayern München nur 2:2 in Freiburg gespielt hatte. Die seit 34 Pflichtspielen ungeschlagenen Leverkusener haben nun zehn Punkte Vorsprung und nur noch zehn Spiele. Ein Sieg in den letzten zehn Spielen würde ihnen sicher zum ersten deutschen Meistertitel reichen. Der Sieg gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln war jedoch wenig glanzvoll.

Nachdem Jan Thielmann früh die Rote Karte bekommen hatte, spielte Bayer am Sonntag mehr als 75 Minuten in Überzahl. Die beiden Außenverteidiger Jeremie Frimpong (38.) und Alejandro Grimaldo (73.) erzielten im 50. Bundesliga-Spiel von Xabi Alonso als Trainer erneut die Tore für die Werkself, die am Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Karabach Agdam in Aserbaidschan antreten muss. Frimpong erzielte sein achtes Saisontor, während es für Grimaldo bereits das neunte war.

Köln hat zwei Sperren zu beklagen

Die Kölner, die am Sonntag tapfer waren, bleiben zwar auf dem Relegationsplatz, aber angesichts von acht Punkten Rückstand auf Platz 15 scheint die direkte Rettung immer utopischer zu werden. Im nächsten Derby am Samstag in Mönchengladbach müssen sie neben Thielmann auch Dejan Ljubicic ersetzen, der die fünfte Gelbe Karte gesehen hat. Außerdem musste Justin Diehl nur vier Minuten nach seiner Einwechslung verletzt vom Feld. Leverkusen wird gegen Wolfsburg ohne Frimpong auskommen müssen, der gelbgesperrt ist.

Auch die Kölner konnten sich im Vorfeld über das Ergebnis der Konkurrenz freuen, da Mainz gegen Mönchengladbach 1:1 spielte und sie somit an diesem Spieltag nicht auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen konnten. FC-Geschäftsführer Christian Keller war krankheitsbedingt nicht im Stadion anwesend und verpasste somit den ersten Startelf-Einsatz von Sargis Adamyan in dieser Saison und seit fast genau einem Jahr. Keller war oft kritisiert worden für den Transfer des armenischen Stürmers.

Der Spitzenreiter beherrschte zunächst den Ball und das Tempo, ohne jedoch zu brillieren. Schon nach drei Minuten hätte Jonas Hofmann für die Führung der Gäste sorgen können, verfehlte aber knapp aus 16 Metern. Doch auch die Kölner hatten eine große Chance, als Ljubicic knapp am Tor vorbeiköpfte (11.).

Leverkusens Außenverteidiger weiter treffsicher

Die leichte Hoffnung, die daraus entstand, wurde jedoch schnell deutlich geringer, als Thielmann Granit Xhaka von hinten auf die Ferse trat. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte zunächst bei einer Gelben Karte belassen, korrigierte sich aber nach Ansicht der TV-Bilder verständlicherweise auf Rot. Die Kölner Zuschauer empfanden dies als zu streng und verlangten nun nach jeder Leverkusener Attacke im Zweikampf eine Karte. Stattdessen hatte jedoch Kölns Eric Martel Glück, dass er nach einem Foul an Florian Wirtz nicht auch noch vom Platz gestellt wurde (29.).

Die Kölner machten in Unterzahl zunächst gut die Räume eng. Bayer agierte zudem oft umständlich und musste bis zur 37. Minute auf die nächste Großchance warten. Doch wenige Sekunden nachdem Wirtz noch an Marvin Schwäbe gescheitert war, drückte Frimpong eine Flanke von Grimaldo nach Verlängerung von Patrik Schick aus drei Metern zur Führung über die Linie.

So wirklich souverän war es jedoch nicht, was der Spitzenreiter gegen die tapfer kämpfenden Kölner zeigte. Und in der 51. Minute hatte er sogar großes Glück, als Adamyan mit einer Direktabnahme aus fünf Metern den Innenpfosten traf. Doch als Grimaldo nach einer Vorlage von Amine Adli durch die Beine von Schwäbe traf, war das Spiel entschieden.

dpa