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0:2 in London: Dortmund unterliegt Tottenham

Der BVB trifft in London auf einen angeschlagenen Gegner, kann das aber nicht nutzen. Schon früh läuft vieles gegen Dortmund. Mehr als eine Stunde spielen die Westfalen in Unterzahl.

Der BVB hatte in den Zweikämpfen gegen Tottenham oft das Nachsehen.
Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa

Borussia Dortmund erlitt einen schweren Rückschlag im Kampf um den direkten Einzug ins Champions-League-Achtelfinale. Der Tabellenzweite der Bundesliga verlor in Unterzahl mit 0:2 (0:2) gegen den kriselnden Europa-League-Sieger Tottenham Hotspur. Die Tore für die vor allem in der ersten Hälfte furiosen Spurs erzielten Cristian Romero (14. Minute) und Dominic Solanke (37.).

Nachdem Daniel Svensson (24.) die Rote Karte erhalten hatte, musste Borussia im verregneten London mehr als eine Stunde lang mit zehn Spielern auskommen. Vor dem letzten Ligaspiel der Saison nächste Woche gegen Inter Mailand deutet vieles darauf hin, dass der BVB den Umweg über die Playoffs nehmen muss, um in die Runde der besten 16 Teams zu gelangen.

Tottenham geht früh in Führung

Nach zwei Spielen mit Joker-Einsätzen stand Serhou Guirassy beim Team von Trainer Niko Kovac mal wieder in der Startelf. Gegen die angeschlagenen Spurs, die zuletzt vom eigenen Publikum ausgepfiffen wurden und große Verletzungssorgen haben, wollte der BVB eigentlich früh Druck machen. Das klappte nicht. Nach einer Tottenham-Ecke bekamen die Westfalen den Ball nicht geklärt. Wilson Odobert passte den Ball scharf in die Mitte und Romero traf zum 1:0.

Die Führung gab den Gastgebern, bei denen Trainer Thomas Frank mächtig in der Kritik steht, Aufwind. Dass die Londoner fünf Pflichtspiele in Serie nicht gewonnen haben und in der englischen Premier League nur auf Platz 14 stehen, merkte man ihnen nicht an. Tottenham drückte, der BVB hatte große Probleme.

Rot für den BVB nach VAR-Einsatz

Und sie wurden noch größer. Svensson berührte den Ball nur leicht, aber auch Odobert mit gestrecktem Bein und offener Sohle. Der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg zeigte zunächst Gelb. Nach Betrachtung der Videobilder überdachte er seine Entscheidung und schickte seinen Landsmann vom Platz.

Der BVB kämpfte in Unterzahl um Stabilität, aber die Spurs ließen das nicht zu. Noch einmal bereitete der auffällige Odobert über rechts vor. Der 21-Jährige tunnelte Borussen-Innenverteidiger Waldemar Anton und in der Mitte traf Solanke zum 2:0.

Guirassy zur Pause raus

Die Borussia war kaum offensiv präsent. Guirassy bewegte sich von links nach rechts und versuchte, Räume zu schließen. Weder er noch seine Mitspieler kamen in gefährliche Positionen. Zur Halbzeit stand es 11:0 in Torschüssen für Tottenham.

Im zweiten Durchgang ersetzte Kovac zwei Offensivspieler, Guirassy und Julian Brandt, durch Emre Can und Julian Ryerson, Defensivspieler. Dadurch konnten die Dortmunder besser in die Zweikämpfe kommen und die Spurs effektiver vom eigenen Tor fernhalten.

Der BVB war oft in der Nähe des gegnerischen Strafraums zu sehen. Allerdings war der Revierclub kaum wirklich gefährlich. Ein Freistoß von Ryerson flog knapp einen Meter am Tottenham-Tor vorbei. Fábio Silva, der später eingewechselt wurde, traf den Ball aus guter Position nicht richtig. Nico Schlotterbeck scheiterte mit dem Kopf an Spurs-Keeper Guglielmo Vicario. Auf der anderen Seite verhinderte Kobel bei mehreren Chancen von Tottenham den dritten Gegentreffer.

dpa