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14-Jähriger getötet nach französischem WM-Sieg

Nach dem WM-Sieg Frankreichs gegen Marokko kam es zu gefährlichen Unruhen. Dabei wurde ein 14-Jähriger getötet.

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Foto: NF24 / Canva

Nach dem gestrigen Spiel zwischen Frankreich und Marokko, kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen in Frankreich. Dabei wurde ein 14-jähriger Junge getötet.

Die örtlichen Behörden bestätigten, dass der Junge auf tragische Weise ums Leben kam. Nach Angaben der französischen Polizei wurden bis zum frühen Donnerstagmorgen 115 Personen in Paris festgenommen.

Unruhen in Frankreich – Chaos und Unruhen

In Folge des WM-Spieles Frankreich gegen Marokko kam es zu Unruhen in Frankreich. Dabei wurde ein 14-jähriger Teenager tödlich verletzt. Dieser wurde in der südlichen Stadt Montpellier von einem Auto angefahren, das eine französische Flagge trug.

Schockierende Aufnahmen zeigen, wie eine Gruppe versuchte, die Flagge vom Auto zu holen, während dieses die Rue de la Mosson entlangfuhr. Als der Fahrer plötzlich wendete und in den Jungen anfuhr. Danach fuhr das Unfallauto davon.

14-Jähriger tödlich angefahren

Die örtlichen Behörden bestätigten, dass der Junge auf tragische Weise ums Leben kam, nachdem ein Auto ihn inmitten des WM-Chaoses angefahren hatte. „Ein kleiner Junge wurde am Mittwochabend in Montpellier nach dem Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft von einem Auto angefahren. Er wurde in einem absoluten Notfall ins Krankenhaus gebracht. Er starb kurz nach der medizinischen Versorgung“, so ein Sprecher der Regierung.

Das Fahrzeug sei in der Nähe des Unfallortes gefunden worden, und die Polizei habe dringende Untersuchung eingeleitet. Währenddessen wurden in Paris die Polizisten mit Feuerwerkskörpern beworfen, als Tausende nach dem 2:0-Finalsieg Frankreichs gegen Marokko auf die Straßen strömten, um zu feiern.

115 Festnahmen in Paris

Schockierende Aufnahmen zeigten chaotische Szenen, als Fans die Polizei mit Feuerwerkskörpern bombardierten, sodass diese gezwungen wurden, aus der Schusslinie zu fliehen. In einem anderen Clip aus der französischen Hauptstadt war zu sehen, wie die Polizei Fans zurückdrängte, die auf den Champs Elysees Fackeln anzündeten.

Nach Angaben der französischen Polizei wurden bis zum frühen Donnerstagmorgen 115 Personen in Paris festgenommen, so Le Parisien. In der Montpellier zeigten warfen Fans Stühle, Feuerwerkskörper und Steine auf die Polizei und kletterten auf dem Wahrzeichen-Brunnen herum.

Auch in der französischen Stadt Lyon wurden Polizisten von Feuerwerkskörpern getroffen, in Nizza kam es zu Zusammenstößen zwischen Fans, und auch in Bordeaux brach auf den Straßen Chaos aus. In Brüssel setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem es zu Handgreiflichkeiten gekommen war und Fans auf der Straße Feuer gelegt und Feuerwerkskörper geworfen hatten. Berichten zufolge wurden nach den Unruhen in der belgischen Hauptstadt Dutzende festgenommen.

„Bürgerkrieg“ zwischen Franzosen und Marokkanern

In Frankreich leben etwa 1,5 Millionen Marokkaner. Zuvor waren Tausende von Polizisten in Paris einmarschiert, um sich auf den Ausbruch eines „Bürgerkriegs“ vorzubereiten. Nach Aufrufen der Behörden wurden 10.000 französische Polizisten im ganzen Land mobilisiert, davon 5.000 in Paris.

Die Polizisten hatten Kontrollpunkte eingerichtet, um die Fans nach Fackeln und Feuerwerkskörpern zu durchsuchen. Besorgte Anwohner und Ladenbesitzer in Paris hielten sich angesichts des zu erwartenden Chaos ebenfalls bedeckt.

Die französische Kolonialgeschichte Marokkos hat bei einigen Einwohnern zu Spaltungen geführt. Zwischen 1912 und 1956 stand das afrikanische Land unter französischer Herrschaft und wurde als französisches Protektorat in Marokko bezeichnet. Obwohl Frankreich die Unabhängigkeit gewährt wurde, übt es immer noch Einfluss auf das Land aus, was bei einem Teil der Bevölkerung zu Unmut führt.

YY
Quellen: thesun.co.uk