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Unbesiegbare Leverkusen greifen nach dem Double

Der souveräne Tabellenführer der Bundesliga steht im DFB-Pokalfinale und hat einen uneinholbaren Vorsprung in der Liga. Leverkusen ist noch ohne Niederlage.

Leverkusen gewann das Halbfinale gegen die Fortuna souverän mit 4:0.
Foto: Marius Becker/dpa

Die Unbesiegbaren von Bayer Leverkusen haben das Double in Reichweite. Nach dem beeindruckenden 4:0 (3:0) gegen den Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf hat der souveräne Tabellenführer der Fußball-Bundesliga zum fünften Mal das Endspiel des DFB-Pokals erreicht und gilt dort am 25. Mai als klarer Favorit gegen den Zweitliga-Abstiegskandidaten 1. FC Kaiserslautern mit Trainer-Altmeister Friedhelm Funkel (70).

Die Leverkusener, die seit dem Pokalsieg 1993 komplett ohne Titel sind, haben in der Liga sieben Spieltage vor dem Saisonende einen nahezu uneinholbaren Vorsprung von 13 Punkten auf den Serienmeister FC Bayern München. Nach 40 Pflichtspielen in dieser Saison hat die Werkself, die auch noch im Viertelfinale der Europa League steht, noch keine Niederlage erlitten. Für die chancenlose Fortuna platzte der Traum vom ersten Pokalfinale seit 44 Jahren, sodass sich die Düsseldorfer nun auf den Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga konzentrieren können.

Wirtz mit erstem Doppelpack im 141. Pflichtspiel für Bayer

Der Verteidiger Jeremie Frimpong brachte Leverkusen mit seinem zwölften Pflichtspieltor in dieser Saison früh in Führung (7. Minute). Amine Adli (20.) übernahm dann mit seinem fünften Treffer im laufenden Wettbewerb die alleinige Spitze der Torschützenliste. Nationalspieler Florian Wirtz legte mit seinem ersten Doppelpack im 141. Pflichtspiel für Bayer Leverkusen nach (35./60., Handelfmeter).

Fortuna, die unter anderem von Edelfan Campino begleitet wurde, musste auf dem Weg in ihr erstes Halbfinale seit 28 Jahren keinen einzigen Bundesligisten eliminieren, spielte jedoch durchweg auswärts und setzte sich unter anderem bei den Liga-Rivalen Magdeburg und St. Pauli durch. Leverkusen hatte zumindest im Viertelfinale eine echte Herausforderung zu bewältigen, als sich die Werkself durch ein Last-Minute-Tor von Jonathan Tah mit 3:2 gegen den Liga-Dritten VfB Stuttgart durchsetzte.

Düsseldorfer Plan geht nach hinten los

Die Düsseldorfer mussten aufgrund einer Blinddarmoperation kurzfristig auf Ao Tanaka verzichten, stellten sich jedoch trotz einer nominellen Fünferkette in der BayArena nicht hinten rein. Doch das ging nach hinten los. Von Anfang an schienen die Leverkusener den Zweitligisten zu erdrücken. Nachdem Emmanuel Iyoha in der 4. Minute noch in letzter Sekunde vor Frimpong gerettet hatte, erzielte der Niederländer drei Minuten später doch das frühe 1:0, als ihn der Ball nach einer Hereingabe von Granit Xhaka am langen Pfosten erreichte und er ihn unter die Latte drosch.

Der Zweitligist musste nun erst recht den Weg nach vorne suchen, was Leverkusen zusätzliche Räume bot. Das 2:0 fiel durch Adli nach einem Konter, bei dem Bayer sogar in Überzahl war. Nach einem unglücklichen Fehlpass von Fortuna-Torhüter Florian Kastenmaier, der zum dritten Tor durch Wirtz führte, war das Spiel praktisch entschieden. Immerhin kam der Zweitligist kurz vor der Pause durch Kapitän André Hoffmann zu einer ersten Großchance (45.).

Nach der Pause änderte sich am Geschehen nichts. Bayer hatte offensichtlich Lust auf mehr Tore, während es für Düsseldorf nur noch um Schadensbegrenzung ging. Als Patrik Schick den Ball an den Pfosten köpfte, schien Düsseldorf dem vierten Tor entgangen zu sein. Doch da Matthias Zimmermann den Ball mit der Hand ablenkte, wurde nach dem Videobeweis ein Elfmeter verhängt, den Wirtz sicher verwandelte. In der 65. Minute jubelten die Leverkusen-Fans auch ohne Tor euphorisch, als der lange verletzte Torjäger Victor Boniface zum ersten Einsatz im Jahr 2024 kam.

dpa