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71 tote Kängurus – Australier zu hoher Geldstrafe verurteilt

In Australien gibt es Lizenzen für das Töten von Kängurus. Aber die Tiere dürfen dabei nicht leiden. Ein Mann muss jetzt viel Geld zahlen, weil Dutzende Exemplare qualvoll verendeten.

In Australien vergeben die Behörden Lizenzen zum Töten von Kängurus. (Archivbild)
Foto: Rob Griffith/AP/dpa

In Australien wurde ein Mann nach dem Tod von 71 Kängurus auf seinem Grundstück dazu verurteilt, 80.000 Australische Dollar (48.000 Euro) Strafe zu zahlen. Ein Gericht in Shepparton, nördlich von Melbourne, befand den 65-Jährigen schuldig, für den Schmerz, das Leiden und den Tod der Östlichen Grauen Riesenkängurus verantwortlich zu sein, wie lokale Medien unter Berufung auf die Justiz berichteten. Unter den verstorbenen Kängurus befanden sich auch zwei Jungtiere.

Der Verurteilte hatte zwar eine Genehmigung zur Wildtierkontrolle, gestand jedoch ein, dass er zusätzliche Schützen angeheuert hatte, die bei der Tötung der Tiere unmenschliche Methoden angewendet hatten.

Lizenz zum Töten

Die Behörden vergeben Lizenzen als Reaktion auf die hohe Känguru-Population an einigen Orten, um das Keulen von Kängurus zu erlauben. Allerdings gibt es strenge Auflagen für solche Genehmigungen – jegliche Tierquälerei ist strengstens verboten.

Tierschutzbeamte entdeckten 2021 auf dem Grundstück im Norden des Bundesstaates Victoria mehrere Haufen übereinandergestapelter toter Kängurus. Tierärzte stellten später fest, dass viele der Tiere nicht – wie vom Gesetz vorgeschrieben – durch Schüsse sofort getötet wurden, sondern qualvoll verendet sind.

Baby erstickte im Beutel

„Darüber hinaus ist eines der beiden Joeys, wie Baby-Kängurus in Australien genannt werden, nach dem Tod seiner Mutter an Hunger, Dehydrierung und Unterkühlung gestorben. Das andere erstickte anscheinend im Beutel seiner toten Mutter.“

Grausamkeit gegenüber einheimischen Wildtieren sei immer illegal und inakzeptabel, teilte die zuständige Naturschutzbehörde mit. Deren Chefin Kate Gavens betonte, ihr Büro nehme Tierquälerei sehr ernst. «Inhaber von Genehmigungen der „Authority to Control Wildlife“ sind dafür verantwortlich, dass die Anforderungen an den Tierschutz eingehalten werden», sagte sie. 

Es existieren vier Hauptarten von ikonischen Beuteltieren: Das Rote Riesenkänguru, das Östliche Graue Riesenkänguru, das Westliche Graue Riesenkänguru und das Antilopenkänguru. Östliche Graue Riesenkängurus – wissenschaftlich bekannt als Macropus giganteus – sind im Osten und Südosten von Down Under sowie auf der Insel Tasmanien zu finden.

„Die Veranstaltung findet am 15. März um 14:00 Uhr im Konferenzraum statt.“

„Die Veranstaltung findet am 15. Juni um 14:00 Uhr im Konferenzraum statt.“

dpa