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Neues Eintrittssystem für Trevi-Brunnen in Rom

Besucher müssen erstmals zwei Euro zahlen, um Gedränge zu vermeiden und Besucherströme zu kanalisieren.

Ein Besucher macht ein Foto des Trevi-Brunnens. (Archivbild)
Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

In Rom müssen Touristen erstmals Eintritt für den weltberühmten Trevi-Brunnen bezahlen. Für den Zugang zu dem abgegrenzten Bereich direkt am Wasserbecken der «Fontana di Trevi» werden ab dem heutigen Montag zwei Euro fällig. 

Die Maßnahme in der italienischen Hauptstadt zielt darauf ab, die Besucherströme an einem der wichtigsten Touristenattraktionen Roms besser zu lenken und Menschenansammlungen zu verhindern.

An den meisten Tagen der Woche gilt das neue Zugangssystem von 9.00 bis 22.00 Uhr, nur montags und freitags von 11.30 bis 22.00 Uhr. Heute, am Montag, gibt es eine Ausnahme: Der Eintritt beginnt bereits um 9.00 Uhr. Die große Piazza vor dem Brunnen bleibt weiterhin für alle frei zugänglich.

Tickets können online gekauft werden

Man kann die Zwei-Euro-Tickets bereits im Voraus online kaufen. Eine eigene Webseite auf Englisch und Italienisch ist seit einigen Tagen verfügbar.

Die Tickets können auch am Eingang zum Brunnen mit Kreditkarte sowie an verschiedenen touristischen Informationsstellen vor Ort erworben werden. Einwohner von Rom sind von der Zahlung befreit.

Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren sind ebenfalls ausgenommen.

https://x.com/Roma/status/2016557294746530154

Der Trevi-Brunnen im Herzen Roms gehört zu den Hauptattraktionen der Ewigen Stadt – weltberühmt etwa durch die Badeszene mit Anita Ekberg im Fellini-Klassiker «La dolce vita». 

Jeden Tag kommen Zehntausende zum Brunnen, um Fotos zu machen oder traditionell Münzen ins Wasser zu werfen. Oftmals schien das Gedränge am überfüllten Wasserbecken wie ein Kampf um das beste Selfie.

Rom will Besuchererlebnis verbessern

Bereits seit etwa einem Jahr ist der Besucherandrang am Trevi-Brunnen begrenzt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig am Becken aufhalten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als zehn Millionen Besucher gezählt mit Spitzenwerten von bis zu 70.000 Personen pro Tag. Das Ticket folge nun, um «der Überfüllung entgegenzuwirken, das Besuchererlebnis zu verbessern und eines der beliebtesten Monumente der Stadt zu schützen», hieß es aus Rom.

dpa