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Aggro-Lehrer prügelt Kind zu TODE – Welle der Empörung

Ein folgenschwerer Wutausbruch über einen harmlosen Rechtschreibfehler kostete einen wehrlosen Schüler das Leben.

Foto: NF24 / Canva

Wie wir alle wissen, spielen Lehrerinnen und Lehrer die wichtigste Rolle für das Lernen und den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern, denn sie sind diejenigen, die dafür sorgen, dass diese effektiv und effizient lernen. Eine Lehrkraft hat nicht nur viel Verantwortung, sondern auch viel Vertrauen seitens der Eltern und Kinder.

Die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit eines Lehrers hängt eng mit seinen Lehrkompetenzen zusammen. Wir alle haben in unserem Leben die Erfahrung gemacht, wie sehr Lehrerinnen und Lehrer etwas in unserem Leben verändern können. Doch manchmal nutzen Lehrer ihre Macht für das Böse aus. Auch in diesem schrecklichen Fall bei dem ein Schüler nach einer schrecklichen Prügelstrafe verstarb.

Polizei fahndet nach Todes-Lehrer

Die Polizei in Indien fahndet nach einem Lehrer, der einen Dalit-Schüler wegen eines Rechtschreibfehlers zu Tode geprügelt haben soll. In Folge des Vorfalls sind gewalttätigen Proteste in Indien ausgebrochen.

Nikhil Dohre wurde Anfang des Monats von seinem Oberstufen-Lehrer mit einem Stock geschlagen und getreten, bis er bewusstlos wurde, nachdem er in einer Prüfung das Wort „sozial“ falsch geschrieben hatte, wie sein Vater der Polizei mitteilte.

Der 15-Jährige erlag am Montag in einem Krankenhaus im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh seinen Verletzungen, und der Beschuldigte ist aus der Gegend geflohen. „Er ist auf der Flucht, aber wir werden ihn bald festnehmen“, sagte der Polizeibeamte Mahendra Pratap Singh der Nachrichtenagentur AFP.

Die Gemeinschaft der Dalit – früher als „Unberührbare“ bekannt – steht auf der untersten Stufe des indischen Kastensystems und ist seit Jahrhunderten Vorurteilen und Diskriminierung ausgesetzt. Am Ort des Vorfalles soll es zu gewaltsamen Protesten gekommen sein, bei denen die Verhaftung des Lehrers gefordert wurde.

Tödlicher Rechtschreibfehler

„Die Familie sagt, der Junge sei vor einigen Wochen von seinem Lehrer geschlagen worden, weil er einen Rechtschreibfehler gemacht hatte. Jetzt hat die Familie dies als Hassverbrechen aufgrund der Kastenzugehörigkeit bezeichnet“, hieß es in einer Meldung.

Hunderte von Menschen gingen am Montag auf die Straße und steckten ein Polizeifahrzeug in Brand. Etwa ein Dutzend Demonstranten seien festgenommen worden, sagte der Polizeibeamte Singh. „Wir haben Gewalt angewendet, um den Mob zurückzudrängen, und die Situation war bald unter Kontrolle“, sagte Polizeipräsident Charu Nigam gegenüber Reportern.

Mittal sagte, in Indien, wo die Unberührbarkeit zwar verboten, aber nach wie vor weit verbreitet ist, wachse die Wut gegen Kastendenken und kastenbasierte Gewalt. „Nach Angaben der Regierung ereignen sich im Land durchschnittlich jede Stunde fünf kastenbezogene Hassverbrechen“, sagte sie.

Riya Singh, Mitbegründerin der Organisation Dalit Women Fight, der Vorfall spiegele „den tief verwurzelten Kastenhass wieder, den Menschen aus der oberen oder dominanten Kaste gegen Dalits hegen. Der Hass ist immer noch so stark, dass er sich sogar auf kleine Kinder erstreckt und sie schließlich tötet“.

Singh sagte, das Land müsse akzeptieren, dass es Vorurteile gegenüber der Kaste gebe und dass die Menschen Verbrechen und Gewalt benutzten, um ihre Vorurteile gegenüber der Kaste zu rechtfertigen. „Nur wenn wir dies anerkennen, können wir vorankommen“, erklärte sie.

YY
Quellen: aljazeera.com