Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

"Ampel-Aus" zum "Wort des Jahres" 2024 gewählt,Spektakulär zerbrochene Koalition bringt unerwarteten Sieger hervor.

GfdS kürt "Klimaschönfärberei" auf Platz zwei und "kriegstüchtig" auf Platz drei. Jury wählt aus 2.500 Belegen zehn prägende Wörter.

«Ampel-Aus» ist aus Sicht der Gesellschaft für deutsche Sprache das «Wort des Jahres». (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa

«Ampel-Aus» ist zum «Wort des Jahres» 2024 gekürt worden. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden angesichts der spektakulär zerbrochenen Koalition von SPD, Grünen und FDP mit. 

Auf dem zweiten Platz landete «Klimaschönfärberei», also das Bestreben etwa von Unternehmen, ihre Maßnahmen zum Klimaschutz beschönigend hervorzuheben. Auf Platz drei folgte «kriegstüchtig», ein Begriff, den Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) viel beachtet beim Dringen auf mehr Tempo bei der Modernisierung der Bundeswehr verwendete.

Eine Jury hat eine Rangfolge von insgesamt zehn Wörtern des Jahres festgelegt, die in den letzten Monaten in der öffentlichen Diskussion dominant und prägend waren. Die Experten wählten die Begriffe diesmal laut der GfdS aus fast 2.500 Belegen. Die Vorschläge kamen aus den Medien, außerdem konnte jeder Begriffe einsenden.

«Für die Auswahl der „Wörter des Jahres“ entscheidend ist dabei nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz und Popularität», erläuterte die GfdS. Die ausgewählten Wörter und Wendungen seien mit keiner Wertung oder Empfehlung verbunden.

«Krisenmodus» war 2023 «Wort des Jahres»

Die rund zehnköpfige Jury setzte sich aus Sprachwissenschaftlern, Medienexperten und dem Hauptvorstand der Gesellschaft zusammen. 2023 war «Krisenmodus» auf Platz eins gelandet. Auf den beiden folgenden Plätzen der Wörter-Zehnerliste folgten damals «Antisemitismus» und «leseunfähig».

Die GfdS ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache mit Sitz in Wiesbaden. Das «Wort des Jahres» wurde von ihr erstmals 1971 und seit 1977 regelmäßig gekürt.

dpa